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Hornissen jagen Maare-Mosel-Läufer

Hornissen jagen Maare-Mosel-Läufer

Angenehm kühles Wetter hat am Samstag beim Maare-Mosel-Lauf für viele zufriedene Gesichter unter den fast 1000 Teilnehmern gesorgt. Arbeit bekamen die Sanitäter und ein Schädlingsbekämpfer durch einen Hornissenangriff.

Daun/Schalkenmehren/Gillenfeld. Wenn ein Rettungswagen zu einem Volkslauf gerufen wird, ist der Gedanke an kollabierte Läufer naheliegend. Beim 14. Maare-Mosel-Lauf am vergangenen Samstag mussten die Sanitäter des Dauner DRK-Ortsverbands aber nur wenige Sportler betreuen. "Ich fand es heute sehr angenehm zu laufen. Es war kühler als vergangenes Jahr. Zwischendurch kamen sogar ein paar Regentropfen. Die äußeren Bedingungen waren gut", erklärte Vorjahressieger Patrick Heim, weshalb es für die Sanitäter diesmal wenig zu tun gab.
Dass die Läufer auf den richtigen Weg fanden und ausreichend zu trinken bekamen, dafür sorgten rund 120 freiwillige Helfer der Feuerwehren und der Gruppe Vulkanläufer. Doch der Ansturm von 922 im Ziel registrierten Läufer (bei 1109 Meldungen) forderte die Ehrenamtlichen: "Der Andrang war groß. Die Läufer kamen im Pulk und auf einmal. Aber es war in Ordnung. Wir machen das gerne", berichtete Sabine Nells, wie sie bei der Zielverpflegung richtig ackern mussten.
Nicht dehydrierte Läufer, sondern Hornissen sorgten für den einzigen Rettungswagen-Einsatz bei der größten Laufveranstaltung im Vulkaneifelkreis. Am Schalkenmehrener Maar wurden mehrere Teilnehmer von einem Hornissenschwarm angegriffen. Drei Sportler mussten ins Dauner Krankenhaus eingeliefert werden. "In einem Hohlraum von einem Obstbaum war ein Hornissennest. Ich denke, durch die Erschütterungen und den Körpergeruch sind die aufgeschreckt worden und haben ihr Territorium verteidigt. Die haben keine Ruhe mehr gegeben", berichtete Helmut Münch. Der zufällig anwesende Schädlingsbekämpfer sperrte den Gefahrenbereich ab und ging gegen die Hornissen vor. Normalerweise werden die unter Naturschutz stehenden Insekten nicht bekämpft, erklärte Münch. In diesem Fall bestand allerdings Gefahr für Menschen."Die Opfer mussten nicht über Nacht bleiben, sondern nur ambulant behandelt werden", sagte Organisationsleiterin Inge Umbach. Sie war froh, dass nichts Schwerwiegendes passiert ist. teu
Weiterer Bericht auf Seite 21.
Im Internet gibt es alle Ergebnisse und eine Fotostrecke auf unserem Laufportal sowie ein Video unter www.volksfreund.de