"Hotel summ und brumm" öffnet seine Pforten

Holz, Stroh, Ton, Steine und Zweige: Damit haben die Basberger Kinder die Fächer eines Bienenhotels gefüllt, das sie im Rahmen des Projekts "Karla Kirsche - Besser essen - Mehr bewegen" für den Streuobstlehrpfad im Ort gebaut haben. Weitere Ideen hat die Gemeinde bereits in Planung.

 Ein Herz für Bienen: Die Kinder aus Basberg haben die Hölzer im Bienenhotel „Summ und brumm“ mit bunten Farben in Herz- und Drachenformen bemalt. TV-Foto: Felicitas Schulz

Ein Herz für Bienen: Die Kinder aus Basberg haben die Hölzer im Bienenhotel „Summ und brumm“ mit bunten Farben in Herz- und Drachenformen bemalt. TV-Foto: Felicitas Schulz

Basberg. (fs) "Ab sofort ist freier Zugang zum eröffneten Hotel oberhalb des neuen Kinderspielplatzes an der Aueler Straße", verkündete Ortsbürgermeisterin Petra Himmels. Mit Hotel meint sie das Bienenhotel, das die Basberger für ihren Streuobstlehrpfad gebaut haben. Dort sollen Wildbienen, Grabwespen, Florfliegen und eine Vielzahl von Insekten eine Anlaufstelle finden. Verschiedene Arten von morschen bis angebohrten, festen Hölzern, Strohbündel, Tonröhren, Steinen und Zweigen dienten dabei als Baumaterial. Vier Wochen haben die Basberger Kinder unter Anleitung von Maria Götten Material gesammelt, um die Fächer zu füllen.

"Es ist schon erstaunlich, wie die Bewohner sich von der Aktion haben fesseln lassen, um für das Allgemeinwohl zu arbeiten", lobte Bürgermeisterin Heike Bohn den Einsatz der Bauherren bei der Einweihung. Raimund Himmels, einer der Helfer, berichtete, dass für jedes Fach eine volle Schubkarre benötigt wurde.

Das Bienenhotel, von den Kindern "Hotel summ und brumm" getauft, ist die erste Station eines Streuobstlehrpfades durch die Verbandsgemeinde Hillesheim. Bereits im Vorfeld hatten sich viele Interessenten für das umweltfreundliche und naturnahe Projekt gefunden. Im Rahmen von "Karla Kirsche - Besser essen - Mehr bewegen" wurde in dem 90 Einwohner zählenden Dorf der Start für weitere Ideen für den Streuobstlehrpfad erarbeitet, unter anderem "Obst im Mittelalter" oder "Vitamine und Versaftung". "Auf diesem Weg erfahren die Kinder auf anschauliche Weise vieles über die Insektenarten, die in einer Streuobstwiese vorkommen, welche von ihnen Schädlinge bekämpfen oder die Bestäubung der Obstbäume übernehmen und damit die Ernte sichern", erklärte Landespflegerin Anne-Ruth Windscheif bei den Planungen.

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