Hummel unterm Hintern

DAUN. Einmal im Jahr öffnet die Bundeswehr die Tore der Heinrich-Hertz Kaserne für die Bevölkerung und lädt zu ihrem Sommerfest ein. Das diesjährige Fest, zu dem Hunderte von Besuchern kamen, stand unter dem Motto "Wir feiern zusammen".

Dass bei der Bundeswehr nur knallharte Militärs sitzen, konnte man nach einem Gang über das Sommerfest in der Heinrich-Hertz Kaserne nun wirklich nicht sagen. Denn an alles hatte die Bundeswehr gedacht und sogar einen Wickelraum für Mütter mit kleinen Kindern eingerichtet. Auch sonst wurde der Nachwuchs gut bedacht bei der Planung, wie die vielen Spiele für sie und das reichhaltige Unterhaltungsangebot bewiesen. Eine Kinderolympiade, Kartfahren, Schminken, Wasserspiele, ein F1-Fahrsimulator und viele andere Angebote richteten sich ausschließlich an die Kleinen. Richtig gut angenommen wurde besonders das Fahren mit dem Störpanzer "Hummel", dem Allschutztransportwagen "Dingo" oder mit dem "Hummer" des amerikanischen Partnerbatallions aus Wackenheim bei Mainz. Fünf Minuten lang wurden die Kinder (und auch Erwachsene) damit durch das Gelände geschaukelt und das machte Laune. "Das hat richtig Spaß gemacht und hat mir gut gefallen", sagte der fünfjährige Jonas Rötzler nach der Fahrt durch den Matsch. Ein nasses Sommerfest erlebten besonders die Soldaten, die als Zielscheibe beim Schwammwerfen auserkoren worden waren. "Wenn man einmal nass ist, ist es nicht mehr schlimm, und Hauptsache, die Kinder haben ihren Spaß", sagte Sascha Schellenberg, der mit Kollege Christoph Riederer und anderen den Kopf hinhielt. Unter dem Motto "Wir feiern zusammen" hatte der Kommandeur des Fernmeldeabschnittes 931, Oberstleutnant Altendorf, das Fest eröffnet, zu dem er auch Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen begrüßen konnte. Wahr genommen hatten auch das Rote Kreuz, die Dauner Polizei und die Dauner Feuerwehr das Motto und beteiligten sich aktiv am Sommerfest. In einem kleinen Rahmen stand auch die militärische Seite der Bundeswehr zur Schau. In Bezug auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hatte man auch einen kleinen informativen Rundgang auf sandigem Boden mit Infos über das Land und den Einsatz dort geschaffen, der gut besucht wurde, bei dem aber die Waffentechnik doch sehr im Vordergrund stand.

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