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Hund verletzt Reh in Forst bei Schalkenmehren

Tierhaltung : Hund wildert in Schalkenmehren

Ortsbürgermeister Peter Hartogh erinnerte 2020 Bürger und Besucher an die Einhaltung der Leinenpflicht – die gewünschte Wirkung scheint auszubleiben.

Es steht fest: Hier war kein „Eifel-Wolf“ am Werk, sondern ein wildernder Hund hat in Schalkenmehren sein Unwesen getrieben und im Forst gejagt – mit traurigen Folgen.

In direkter Nähe zum Neubaugebiet wurde ein stark verletztes Reh beobachtet, dass immer wieder im Kreis herumlief und sich nicht entfernte, obwohl es im Wohngebiet angekommen war. Ein herbeigerufener Schalkenmehrener Jagdpächter stellte schließlich fest, dass das Tier an Kopf und Hinterteil stark verletzt war. Einwandfrei konnten die Verletzungen als Bisswunden identifiziert werden.

Da der Jäger in letzter Zeit einen wildernden Hund im Revier beobachtet hatte, ist ohne Zweifel davon auszugehen, dass die schweren Verletzungen des Wildtieres von einem nicht angeleinten Vierbeiner stammen. Das Reh musste von seinen Qualen – es stand zuletzt apathisch da, nach Luft ringend auf der Wiese – von dem Jäger erlöst werden.

„Dies sollte, da es nicht der erste Fall von freilaufenden Hunden ist, unbedingt Anlass dafür sein, auf die Anleinepflicht im Landschaftsschutzgebiet, in dem wir uns befinden, hinzuweisen“, sagt Ortsbürgermeister Peter Hartogh.

Bereits im letzten Jahr hat Hartogh einen entsprechenden Mahnruf veröffentlichen lassen, der auch in 2021 weiter gilt, und er ist direkt an Hundehalter gerichtet: „Für ein friedliches Miteinander gilt: Die Bedürfnisse Ihres Hundes mit den Ansprüchen anderer Menschen und Tiere in Einklang zu bringen, liegt in Ihrer Verantwortung als Hundeführer.“

Hartogh erinnert daran, dass auf öffentlichen Straßen und Wegen innerhalb der bebauten Ortslage und im Naturschutzgebiet der Maare sowie im Wald als Landschaftsschutzgebiet Hunde nur angeleint geführt werden dürften. Außerhalb bebauter Ortslagen seien sie umgehend und ohne Aufforderung anzuleinen, wenn sich andere Personen nähern oder sichtbar würden.

Die weiteren Regeln: In öffentlichen Anlagen ist es verboten, Hunde ohne geeigneten Führer auszuführen oder frei umherlaufen zu lassen sowie sie auf Kinderspielplätze mitzunehmen oder in Brunnen, Maaren, Teichen oder Wasserbecken baden zu lassen. Halter und Führer von Hunden müssen dafür sorgen, dass öffentliche Anlagen, Gehflächen und Straßen nicht mit Hundekot verunreinigt werden.

Zur Beseitigung bereits erfolgter Verunreinigungen sind Halter und Führer in gleicher Weise unverzüglich verpflichtet. „Diese Veröffentlichung erfolgt aufgrund unzähliger Beschwerden über die Nichteinhaltung dieser Vorschrift“, bedauert Hartogh in seinem Mahnruf und ergänzt: „Wer daraus schlussfolgert, die Ortsgemeinde Schalkenmehren sei hundefeindlich, hat den Sinn der Überschrift ‚Für ein friedliches Miteinander’ nicht verstanden.“