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Hunsrück, Eifel, Nigeria

Hunsrück, Eifel, Nigeria

Der fünfte "Afrikatag" der Pfarreiengemeinschaft Daun war ein großes Begegnungsfest. Rund 400 Menschen waren in der Gemeindehalle von Oberstadtfeld dabei, als Peter Assmann aus Kirn zu einem freiwilligen sozialen Jahr nach Nigeria entsandt wurde.

Oberstadtfeld/Kirn. (AIX) Zum fünften Mal haben Christen aus der Vulkaneifel ihren "Afrikatag" gefeiert. Einheimische und Afrikaner feierten dabei gemeinsam die Partnerschaft zwischen dem nigerianischen Bistum Awgu und den zu Daun gehörenden Pfarreien.

Mit rund 400 Teilnehmern war der Gottesdienst zum Auftakt so gut besucht wie noch nie. Das Besondere: In der Messe wurde der aus Kirn (Hunsrück) stammende Peter Assmann in sein soziales Jahr nach Nigeria entsandt. Als gelernter Energie-Elektroniker soll Assmann sich im Bistum Awgu um Stromversorgung, Computer und Weiterbildung kümmern.

Für den 26-jährigen Hunsrücker war der "Tag ein guter Einstieg", betonte er. Er konnte viele Nigerianer kennenlernen, die als Priester oder Nonnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten. In persönlichen Gesprächen haben sie ihm Mut gemacht und Hilfe angeboten. Im Gottesdienst haben sie ihm die Hände aufgelegt und ihren Segen mitgegeben. Ein paar praktische Tipps gab es auch, wie etwa der, dass er auch in den ländlichen Bereichen des Bistums Awgu sein Handy benutzen könne. "Ich will mich voll einbringen und habe ein richtig gutes Gefühl", freute sich Assmann auf seine Zeit in Afrika. Dreizehn Monate will er in Nigeria bleiben.

Obwohl er einen gut bezahlten Job bei einem großen Energiekonzern hatte, geht er freiwillig und hat dafür unbezahlten Urlaub genommen. Er habe sich schon immer sozial engagiert, etwa bei der "Tafel" in Kirn, so Assmann weiter. Deshalb habe er sich entschlossen, jetzt zu gehen, "bevor die berufliche Karriere, eine eigene Familie oder ein eigenes Haus mich einschränken".

Anfang August startet sein Abenteuer Nigeria. Dann wird er sich um die Energieversorgung des ländlichen Bistums Awgu kümmern - "Die haben da ja überwiegend Dieselaggregate zur Stromerzeugung" -, Computerkurse für Kinder anbieten und eine Internetseite für das Bistum dort aufbauen. Kontakt zur Heimat gibt es dann per Handy oder Internet. Neben der Familie zu Hause in Kirn werden auch der Dauner Dekanatsreferent Thomas Reichert und der "Freundeskreis Nigeria" seine Ansprechpartner sein.