"Ich bleibe dabei, solange es geht"

Mit einem Gottesdienst in der Thomas-Morus-Kirche und einem Festakt im Regina-Protmann-Haus feierten Mitarbeiter und Gäste "30 Jahre Caritas-Sozialstation St. Hedwig Daun-Kelberg". Es war auch das 30-jährige Dienstjubiläum der Krankenschwester Ingrid Laux.

Seit 30 Jahren gibt es die Sozialstation Daun-Kelberg, seit 30 Jahren ist Ingrid Laux (Mitte) bei der Einrichtung beschäftigt; dafür ehrten sie der Caritasverbands-Geschäftsführer Winfried Wülferath (links) und die Sozialstation-Leiterin Maria Kreuser (rechts). TV-Foto: Brigitte Bettscheider

Daun. Mit einem Blick auf die Gründung und den Alltag sowie mit einem Streifzug durch die Geschichte der Sozialstation in Trägerschaft des Caritasverbandes Westeifel ließ Geschäftsführer Winfried Wülferath die drei Jahrzehnte Revue passieren.

Er erinnerte an die Anfänge mit sieben Pflegekräften und zwei Dorfhelferinnen, an die beengten Raumverhältnisse in der Dauner Gartenstraße, an die engagierte Aufbauarbeit der Leiterin Anneliese Kaiser (1979 bis 2002) und die kontinuierliche Weiterentwicklung unter ihrer Nachfolgerin Maria Kreuser und deren Stellvertreterin Anita Thelen.

"Eine außerordentlich positive Entwicklung"



"Neben der Grund- und Behandlungspflege wurden nach und nach immer neue Dienstleistungen angeboten", sagte Wülferath und nannte die ehrenamtliche Hospiz- und Demenzkrankenhilfe, die Caritasbegleitdienste, den Mobilen Sozialen Dienst, das Essen auf Rädern, die Beratungs- und Koordinierungsstelle.

Als eine der besonderen Maßnahmen bezeichnete der Geschäftsführer die Sorge um die pflegenden Angehörigen. Seit einigen Jahren sei die Sozialstation Ausbildungsbetrieb für Altenpflegekräfte.

Dass die Einrichtung eine "außerordentlich positive Entwicklung" genommen habe, sei nicht zuletzt auch an der Zahl der Mitarbeiter zu erkennen, die von neun im Gründungsjahr auf 56 im Jubiläumsjahr angestiegen sei. "Pflege ist ganz und gar keine Einbahnstraße", erläuterte der Geschäftsführer. "Die Mitarbeiterinnen kommen reich beschenkt von ihren Begegnungen mit den Patienten zurück."

Das bestätigte auch die Krankenschwester Ingrid Laux aus Oberelz, die im Rahmen des Festakts für ihre 30-jährige Mitarbeit geehrt wurde. "Die Arbeit bei der Sozialstation war von Anfang an meine Welt", sagte sie im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. Es habe keinen Tag gegeben, an dem sie die Tour zu ihren Patienten nicht gerne angetreten habe - "zuerst im gelben Käfer, nun schon seit vielen Jahren im roten Kleinwagen", erzählte sie und versicherte: "Ich bleibe dabei, solange es geht."

Begonnen hatte das Jubiläum mit einem von Dechant Ludwig Gödert zelebrierten Gottesdienst; dabei segnete er Kerzen, die in den nächsten Tagen an die Patienten der Sozialstation weitergereicht werden.

Leiterin Maria Kreuser hatte bei der Begrüßung die Einrichtung als "im besten Alter stehend" bezeichnet. "Wir haben schon viel Erfahrung und sind stets offen für neue Projekte", sagte sie.

Im Namen der Verbandsgemeinden Daun und Kelberg gratulierte der Beigeordnete Friedbert Wißkirchen. Die Sozialstation sei eine "außerordentlich wertvolle Einrichtung", die Mitarbeiter leisteten "wahnsinnig viel" - im persönlichen Kontakt auch weit über die medizinischen und pflegerischen Bedürfnisse hinaus.

In Vertretung des Landrats gratulierte der Kreisbeigeordnete Frank Mörsch und dankte für das soziale Engagement zum Wohl der pflege- und hilfebedürftigen Menschen.