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„Ich möchte ein guter Seelsorger sein“ 

„Ich möchte ein guter Seelsorger sein“ : Jonas Weller ist neuer Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld

In der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld hat Jonas Weller seinen Dienst angetreten.

Mit Nähe, Gemeinschaft und Zuschauern habe bei den Olympischen Spielen in Tokio etwas Wesentliches gefehlt, meinte Pfarrer Jonas Weller in seiner Predigt und zitierte aus einem Zeitungskommentar: „Es waren Spiele ohne Seele.“ Der junge Priester erinnerte sich daran, dass er als Kind die Seele für ein Organ gehalten habe und als Jugendlicher für etwas Unsichtbares im Inneren des Menschen. Erst die Seele mache einen Menschen entscheidend aus, darauf komme es an, betonte er nun. Und versprach den Gläubigen in den acht Pfarreien von Brockscheid bis Strotzbüsch: „Ich möchte ein guter Seelsorger sein und gemeinsam mit dem pastoralen Team und den weiteren Mitarbeitenden für alle Generationen da sein und an ihrem Leben Anteil nehmen.“

   Wer der Neue (siehe Extra) in der PG Gillenfeld ist, skizzierte Klaus Kohnz. Der Dechant hatte die Pfarrverwaltung in den vier Jahren und zwei Monaten der Vakanz, während Gemeindereferent Stefan Becker die Seelsorge vor Ort leitete (der Trierische Volksfreund berichtete). „Sie bekommen einen jungen Pastor. Das ist etwas ganz Seltenes“, so wandte sich Kohnz an die Gottesdienstversammlung und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Der steht unter Artenschutz.“

Er verlas das Ernennungsschreiben des Trierer Bischofs Stephan Ackermann, nahm Jonas Weller den Amtseid ab, überreichte ihm als neuem Hausherrn symbolisch den Schlüssel und beauftragte ihn mit der Verkündigung des Wortes Gottes und der Spendung der Sakramente.

Mit dem Corona gebührenden Abstand waren dabei elf Priester (darunter der Ruhestandsgeistliche Karl Kneißl, der vor genau 50 Jahren Pastor von Gillenfeld geworden war), ein Diakon und ein Gemeindereferent an Jonas Wellers Seite.

   Orgelmusik und Sologesänge trugen zur freudigen Stimmung bei. Und die herzlichen Begrüßungsworte: von Bürgermeister Thomas Scheppe (Verbandsgemeinde Daun), der „Seele“ auch als entscheidend für das Zusammenleben in den Kommunen bezeichnete; von Gillenfelds Erstem Beigeordneten Johannes Weber, der dem aus dem Weinort Piesport stammenden Jonas Weller das Pulvermaarbier schmackhaft machen möchte; von Birgit Becker als Sprecherin der PG Gillenfeld, die Wellers ersten Schritt Richtung Gillenfeld lobte – „als Sie nämlich beim Bistum uns als Ihre erste und einzige Wahl angegeben haben.“

   „So ein Palaver“, habe er gedacht, als er den Blumen- und Fahnenschmuck und die Vorbereitungen für den Auftritt des Musikvereins bemerkt habe, räumte Jonas Weller am Ende des Gottesdienstes ein. Doch gefreut habe er sich dann doch sehr. Und sagte: „Dankeschön!“