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Identische Sorgen auf beiden Seiten der Grenze

Identische Sorgen auf beiden Seiten der Grenze

Die Liberalen haben auf der sogenannten "Liberalen Eifelkonferenz" eine Eupener Erklärung verabschiedet. Das Ziel: Kommunalpolitik auch über Landes- und Bundesgrenzen hinweg besser vernetzen.

Euskirchen/Daun. (red) Auf dem vorerst letzten Treffen der liberalen Eifel-Ardennen-Konferenz in Euskirchen wurde die Eupener Erklärung "Region Eifel-Ardennen: Starke Positionierung in einem Europa der Regionen" verabschiedet."Die Eupener Erklärung zeigt, an welchen Stellschrauben es zu drehen gilt, um unsere Region weiter nach vorn zu bringen", fasst der Dauner Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen zusammen. Hilfe für die Landwirtschaft

Man habe vier Schwerpunkte herausgearbeitet, die für die wirtschaftliche Entwicklung des Eifel-Ardennen-Raums Potenzial in sich bergen: den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, wozu auch die Breitbandverkabelung zähle, die Vernetzung der touristischen Infrastruktur, die Förderung nachwachsender Rohstoffe sowie eine intensive Kooperation auf dem Gebiet von Forschung und Technologie. Grundsätzlich gelte es, so der FDP-Politiker, sich auf die Gegebenheiten im ländlichen Raum zu besinnen. Hier präge die Landwirtschaft ganz entscheidend das Bild der Region. Deshalb müssten gerade ihr vernünftige Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven verschafft werden.Edmund Geisen hatte zusammen mit Gabi Molitor, Sprecherin der Initiative Liberaler Mittelstand (ILM) Euskirchen und Hans Reiff, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Euskirchen, zu insgesamt vier Tagungen im Rahmen der FDP-Konferenz eingeladen. Seitens der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens nahm der stellvertretende Ministerpräsident Bernd Gentges an den Beratungen teil. Der Wert historischer Stätten

Der Politiker hob hervor, dass seiner Region sehr an der Fortentwicklung des Tourismus gelegen sei und sie ein elementares Interesse an einer Vernetzung mit den deutschen Nachbarn habe. Gerade historische Stätten wie Vogelsang, die an den zweiten Weltkrieg erinnerten, seien für Besucher von großem Interesse und deshalb wichtige Projekte für die gesamte Region.Bundestagsmitglied Geisen sagte, dass die Bestimmungsfaktoren der Zukunft - globalisierte Wirtschaft, technischer Fortschritt, Klimawandel, demografische Entwicklung - inzwischen für alle Regionen gleich seien. Wenn sich die Eifel-Ardennen-Region jetzt früh genug auf ihre Stärken besinne, dann spiele die ehemalige Benachteiligung aufgrund der geografischen Gegebenheiten in Zukunft keine Rolle mehr.