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Im Einsatz für bessere Strukturen

Im Einsatz für bessere Strukturen

Der Verein Bürger für Bürger macht seit 2015 beim bundesweiten Programm "Engagierte Stadt" mit. Eine Jury hat nun bestätigt, dass er zwei weitere Jahre mit insgesamt 30 000 Euro gefördert wird.

Daun (red/sts) Der Verein Bürger für Bürger (BfB) nimmt auch 2018/2019 am bundesweiten Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" teil. Das Programm, in dem sich gemeinnützige Organisationen, Kommunen und Wirtschaft gemeinsam vor Ort für bessere Strukturen im bürgerschaftlichen Engagement einsetzen, gibt es seit 2015. Der BfB erhält auch in den kommenden zwei Jahren eine finanzielle Förderung sowie ein umfangreiches Angebot an Beratung und Begleitung.
"Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Jury und auf die weitere intensive Arbeit mit unseren Partnern in der Verbandsgemeinde Daun", sagt Gerd Becker, der seit der Gründung des Vereins 2012 dessen Vorsitzender ist.
Bewerben konnten sich für die Fortführung der Förderung alle 50 Kommunen, die bereits teilgenommen haben. Getroffen hat die Entscheidung eine Jury, bestehend aus den Förderpartnern des Netzwerkprogramms "Engagierten Stadt". Sechs Stiftungen (siehe Extra) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördern das Programm bis Ende 2019 mit insgesamt zwei Millionen Euro.
Die Besonderheit: Die Fördermittel fließen nicht in einzelne größere Projekte. Gefördert wird ausschließlich der Aufbau von Kooperationen und Netzwerken vor Ort. Ziel sei es, dauerhafte Strukturen für bürgerschaftliches Engagement zu schaffen, an denen die Kommunen, die gemeinnützigen Organisationen und die Wirtschaft beteiligt seien. Genau darum gehe es auch in der Vulkaneifel, sagt Gerd Becker.
Das Konzept sieht vor, alle Orte der Verbandsgemeinde Daun bis zum Jahr 2030 in sogenannte Sorgende Gemeinschaften zu verwandeln. Solche entstehen unter anderem bereits in Daun-Boverath, Darscheid, Dreis-Brück, Gillenfeld, Mückeln, Niederstadtfeld, Rengen, Schönbach, Strotzbüsch, Tettscheid, Üdersdorf und Udler. 50 000 Euro hat der Verein bislang bekommen, für 2018/2019 sind es insgesamt weitere 30 000 Euro. Nach den zwei Jahren ist allerdings Schluss mit der Förderung, dann muss BfB das erforderliche Geld allein aufbringen.Extra: AUSGEWÄHLT AUS 273 BEWERBUNGEN


Beim Bundeswettbewerb "Engagierte Stadt" machen Organisationen und Projekte aus Kommunen zwischen 10 000 und 100 000 Einwohnern mit. Aus 273 Bewerbungen wurden 2015 der Verein Bürger für Bürger und auch die Stadt Bitburg ausgewählt. Dem Förderkonsortium gehören neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Bethe-Stiftung, die Bertelsmann-Stiftung, die Breuninger-Stiftung, die Joachim-Herz-Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung an.