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Im Einsatz für die Gemeinde: Irgendwas ist immer zu tun

Im Einsatz für die Gemeinde: Irgendwas ist immer zu tun

Seit zehn Jahren kümmert sich die Senioren-Aktiv-Gruppe um ihren Ort Deudesfeld. Nun hat sie einen Rundweg ausgewiesen und beschildert.

Deudesfeld Ein rotes Dreieck lenkt seit Kurzem Wanderer rund um Deudesfeld. Und weil man auf der vier Kilometer langen Strecke von mehreren Stellen einen guten Blick auf die Hinterbüsch-Gemeinde hat, heißt der Weg Panorama-Rundweg. Die Idee dazu stammt von der Senioren-Aktiv-Gruppe, und da sie, wie der Name schon sagt, sehr aktiv ist, haben die Mitglieder den Weg auch gleich ausgeschildert. "Bei uns fragen immer wieder Urlaubsgäste nach einem Weg, auf dem man das Dorf sehen kann", erklärt Hans Stadtfeld vom Hotel zur Post.
Der Wanderweg ist nur eines von mittlerweile fast 50 Projekten, die von den Senioren in den zehn Jahren seit ihrer Gründung umgesetzt wurden. Vor zwei Jahren haben sie für ihr Engagement den Respektpreis des Trierischen Volksfreunds bekommen. Kein Grund, sich auszuruhen, finden die 20 Frauen und Männer .
So haben sie nicht nur den neuen Rundweg beschildert, sondern sich auch um Ruheplätze rund ums Dorf gekümmert. Erst im Mai haben sie eine Bank auf dem Spielplatz aufgestellt und danach sechs weitere Ruhebänke erneuert. "Die Gruppe ist aus unserem Dorf nicht mehr wegzudenken, weil sie wirklich viel für uns alle tun. Wir sind froh, dass wir sie haben", betont Ortsbürgermeister Otmar Eckstein.
Ohne die Truppe gäbe es auch den Stellplatz für Wohnmobile nicht. Vor vier Jahren haben die Rentner den vorhandenen Parkplatz der Grillhütte am Ortsrand mit Wasser-Anschlüssen und einer Anschlussmöglichkeit für Stromkabel versehen, außerdem eine Entsorgungsstation für die Toiletten der mobilen Camper gebaut. Seitdem wird der Platz regelmäßig genutzt. "Damit haben wir für die Region etwas Besonderes, und während in Daun über die richtige Stelle gestritten wird, haben wir den Platz einfach gebaut", sagt Horst Bender von der Senioren-Aktiv-Gruppe und lacht.
Viel Wert legen die Senioren aber auch auf Geselligkeit. Bei ihren regelmäßigen Treffen an jedem ersten und dritten Montag im Monat werden nicht nur die Arbeitseinsätze geplant, sondern auch gemeinsame Ausflüge oder Wanderungen und Grillabende. Der nächste Arbeitseinsatz steht bereits fest. Dann soll das Dach der Grillhütte im Ortsteil Desserath erneuert werden.
Wann die nächste Feier ansteht, müssen die Senioren noch planen, immerhin haben sie ihr zehnjähriges Bestehen bisher nicht mit dem passenden Rahmen versehen. Sorge, dass sie nicht mehr gebraucht werden, haben die aktiven und jung gebliebenen Alten nicht, denn eins steht fest: Irgendwas ist immer zu tun.