Im Frühling wartet viel Arbeit

Im Frühling wartet viel Arbeit

29 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Mobilität in diesem Jahr für Projekte auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in den Kreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel zur Verfügung gestellt. Etwas mehr als im vergangenen Jahr, als etwa 25 Millionen Euro investiert wurden.

Daun/Gerolstein/Bitburg/Prüm. Blauer Himmel und Temperaturen im zweistelligen Plus-Bereich gab es vergangene Woche, aber der Eifeler weiß aus Erfahrung: Den Winter darf man Mitte März noch lange nicht abschreiben. Deshalb kann und will Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, noch keine endgültige Bilanz des Winters 2012/2013 ziehen. Aber die Richtung ist erkennbar: "Wir erwarten überdurchschnittlich viele Winterschäden." Der besonders häufige Wechsel von Frieren und Tauen geht an die Substanz der Straßen. "Unsere Leute werden viel zu tun haben, wenn sie ab April mit der jährlichen Reparaturkampagne beginnen werden", sagt Enders.
Bewährte Technik wird eingesetzt: Die LBM-Beschäftigten sind dann wieder mit einem sogenannten Kleinfertiger unterwegs, ein Gerät, das zur Herstellung von Asphaltstreifen verwendet wird. Im vergangenen Jahr beliefen sich allein die Kosten für das Mischgut, das mit dem Fertiger verwendet wird, auf 910 000 Euro. Mit dem Fertiger wird beim LBM bewährte Technik eingesetzt: Statt einzelner Flicken erhält man mit der Maschine zusammenhängende, größere Flächen. Das Material wird zudem stärker verdichtet und hält deshalb länger.
Für 2013 sind laut Enders etwa 29 Millionen Euro für Projekte auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in den Kreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel vorgesehen. Im vergangenen Jahr waren es 25 Millionen Euro. Woher kommt das zusätzliche Geld? "Vor allem vom Bund, der Anteil des Landes ist auf dem Niveau der Vorjahre. Sowohl beim Bund als auch beim Land hat die Erhaltung Vorrang vor dem Neubau, für den immer weniger Geld bereitgestellt wird", berichtet der LBM-Chef. Er geht allerdings davon aus, dass die Schuldenbremse "künftig auch an den Bauhaushalten nicht haltmachen wird. Darauf müssen wir uns einstellen".

Nur noch Restarbeiten an der A 1: Der LBM kann sich in diesem Jahr ausschließlich auf die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen konzentrieren, denn der Bau der A 1, mit dem die Behörde mehr als ein Jahrzehnt befasst war, ist abgeschlossen. Enders: "In diesem Jahr geht es nur noch um Rest arbeiten."
Der LBM hat in jüngster Vergangenheit mit einem Problem zu kämpfen: Bitumen (ein Bindemittel, das Bestandteil des Asphalts ist) altert zu schnell. Die Folge: Ganze Streckenabschnitte müssen nach relativ kurzer Zeit schon wieder erneuert werden. Beispiel: das Teilstück der Bundesstraße 257 zwischen Daun-Pützborn und Oberstadtfeld. 2006 war sie grundlegend saniert worden, 2012 war schon eine Erneuerung auf Kosten der Baufirma fällig. "Um es klar zu sagen: Die Baufirmen müssen hier die Suppe auslöffeln, die die Mineralindustrie ihnen einbrockt," erklärt Enders.Extra

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit Sitz in Gerolstein ist zuständig für das Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in den Kreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel. Fast 2400 Kilometer Straßen betreuen die etwa 300 Mitarbeiter in Gerolstein und in den acht Straßenmeistereien. stsExtra

Im Kreis Vulkaneifel steht der Ausbau der Bundesstraße 257 in der Ortsdurchfahrt des Dauner Stadtteils Pützborn bevor. Das Vorhaben ist mit rund einer halben Million Euro kalkuliert. Etwa 600 000 Euro kostet der Ausbau der B 257 zwischen Salm und Wallenborn. Ähnlich teuer wird der Ausbau der Ellscheider Kreuzung auf der B 421. Dort soll das Teilstück der B 410 von der A-1-Anschlussstelle Gerolstein bis zum Kreisel vor Dockweiler erneuert werden. Kosten: fast eine Million Euro. sts

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