Im Kampf gegen den Riesen-Bärenklau

Gillenfeld · Er wird sehr groß, vermehrt sich schnell und kann bei Berührung schmerzhafte Quaddeln zur Folge haben. Die Rede ist vom Riesenbärenklau. Mitarbeiter des Feriendorfes Pulvermaar widmen sich in einer ehrenamtlichen Aktion der Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus (Herkulesstaude).

 Bei der Bekämpfung der Riesenpflanze ist Schutzkleidung wichtig. Foto: privat

Bei der Bekämpfung der Riesenpflanze ist Schutzkleidung wichtig. Foto: privat

Gillenfeld. An drei Stellen waren die Mitarbeiter des Feriendorfes Pulvermaar gegen den Riesen-Bärenklau aktiv. Dabei wurden sowohl Einzelexemplare als auch eine Kolonie bearbeitet; die Blütenstände wurden abgesägt und der Samen beseitigt. Wegen der Größe der Pflanzen ist eine Vernichtung aller Pflanzenteile schwierig und auch nicht zwingend nötig. Da die Pflanze nach dem Blütenstand abstirbt, ist es das erste Ziel, den vorhandenen Samen zu sichern, um dessen Ausbreitung zu verhindern. Dafür war der Zeitpunkt gut gewählt, weil der Samen derzeit noch unreif ist und die Dolden sich relativ einfach abschneiden ließen.
Der von der Staude bei starkem Sonnenlicht ausgehenden Reizgefahr für die menschliche Haut wegen wurde für die Aktion ein trüb-kühler Tag ausgesucht. Deckende Bekleidung und Handschuhe waren Pflicht. Das zweite Ziel, die erst einjährigen Pflanzen zu erfassen, ist viel schwerer zu erreichen. Denn hat sich erst einmal eine Kolonie gebildet, sind die blütentragenden älteren Stauden meist von vielen einjährigen umgeben. Diese per Hacke zu erwischen, ist nicht einfach und eine mühsame Angelegenheit. "Wir haben uns darauf eingestellt, unsere Aktion gegen die größere Kolonie im nächsten Jahre fortführen zu müssen" so Frank G. Fetten vom Feriendorf Pulvermaar in Gillenfeld, Initiator der Aktion. red