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Im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit bekommt Kreis Vulkaneifel 1,8 Millionen Euro

Wirtschaft : 1,8 Millionen Euro für Kampf gegen Arbeitslosigkeit

(red) Im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit bekommt der Landkreis Vulkaneifel zusätzliche 1,8 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt.

Damit werden bis 2022 insbesondere Lohnzuschüsse für Unternehmen bezahlt, die Langzeitarbeitslose regulär anstellen. Das teilt die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit. Sie beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gibt es im Kreis aktuell rund 490 Langzeitarbeitslose. Ihre Zahl sei zwar in den vergangenen zehn Jahren um fünf Prozent zurückgegangen, „ist aber mit Blick auf die gute Lage am Arbeitsmarkt immer noch viel zu hoch“, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Sie begrüßt besonders, dass sich die Zuschüsse an Tariflöhnen statt nur am Mindestlohn orientieren. „Langzeitarbeitslose werden nicht als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt. Wenn im Betrieb ein Tarifvertrag gilt, dann werden auch sie nach Tarif bezahlt und nicht mit dem Mindestlohn von aktuell 9,19 Euro pro Stunde abgespeist“, betont der Vorsitzende des Bezirks Saar-Trier, Marc Steilen.

Um Langzeitarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, sei es zudem nötig, mehr für die Qualifizierung zu tun: „Wer seit Jahren arbeitslos ist, muss erst einmal fit gemacht werden. Auf dem Bau waren Smartphones und Tablets noch vor ein paar Jahren eine Seltenheit – heute ist der Umgang damit häufig ein Muss“, erklärt Marc Steilen.