1. Region
  2. Vulkaneifel

In Büchel fallen 40 Stellen weg

In Büchel fallen 40 Stellen weg

In wenigen Wochen beginnt der Abbau der zivilen Hundewachen am Jagdbombergeschwader 33 in Büchel (Kreis Cochem-Zell). Betroffen sind davon 40 Dienstposten, 20 sollen zunächst bis zum Jahr 2017 erhalten bleiben. Dann werden die Wachen, die bisher bei der Bundeswehr angestellt waren, komplett von zivil-gewerblichen Kräften ersetzt sein.

Büchel. "Vom 1. April an wird in Büchel die Wachstärke heruntergefahren", sagt Alois Franzen, der Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums in Mayen. Diese Entwicklung sei Teil der Bundeswehrstrukturreform. Das Verteidigungsministerium hatte vorgegeben, die Zahl der zivilen Stellen von 75 000 bundesweit auf 55 000 zu verringern.
In Büchel ergibt sich für 14 Wachleute die Chance, auf freie Dienstposten im Jabo zu wechseln. Sie werden unter anderem als Lagerarbeiter eingesetzt.
Für diejenigen, die schon länger dabei sind, ergeben sich keine finanziellen Nachteile. "Zum größten Teil profitieren die Angestellten von der Lohnsicherung", betont Franzen.
Einsatz an anderer Stelle


Personalrat Hans-Joachim Brüssow hofft, dass "die meisten Betroffenen auf andere Dienstposten unterzubringen sind". Man führe mit allen intensive Gespräche. Dem Personalrat liege es besonders am Herzen, dass "die Leute sozial-verträglich unterkommen oder dass man sie gehen lässt", erläutert Brüssow.
"Die jeweilige personelle Situation ist natürlich entscheidend", ergänzt Alois Franzen zur Ausstiegsoption. Kranke und nicht mehr wachfähige Wachleute erhalten von der Bundeswehr ein Angebot, über Härtefallregelungen tarifvertraglich abgesichert in den Vorruhestand zu wechseln. Von dieser Möglichkeit können Wachleute über 55 Jahre Gebrauch machen. Bis 2017 wird die Regelung ausgedehnt, und zwar bis zum Jahrgang 1962. Zunächst werden etwa 20 Wachleute mit ihren Hunden belassen. Sie schieben außerhalb des Flugplatzes Dienst.
Wegen der unsicheren Zukunft sei es schwierig, frei werdende Posten nachzubesetzen. "Es ist schwierig, Nachwuchs zu gewinnen, zumal dieser ohnehin nur befristet eingestellt werden kann", erklärt Alois Franzen. Genommen werden nur Diensthundeführer mit absolvierter Prüfung. In der Bundeswehrliegenschaft in Gelsdorf (Grafschaft, Kreis Ahrweiler) hat der Abbau bereits im vorigen Jahr begonnen. Dort geht es um 20 Dienstposten, die bis zum Jahr 2017 aufgegeben werden. bros