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In Daun entsteht eine Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Senioren

Stadtentwicklung : Wohngemeinschaft statt Seniorenheim

Nach Kyllburg, Bitburg und Gerolstein soll auch in Daun eine ambulant betreute Wohngemeinschaft (WG) für pflegebedürftige Senioren entstehen. Der Stadtrat der Kreisstadt hat dem Verkauf des Grundstücks, auf dem der Caritasverband Westeifel bauen will, zugestimmt.

Der Caritasverband Vulkaneifel strickt weiter am Netz von ambulant betreuten Wohngemeinschaft (WG) für pflegebedürftige Senioren. Drei solcher Einrichtungen gibt es bereits: die Kylltal-WG in Kyllburg (seit 2015), die Beda-WG in Bitburg (seit 2018) und die Gero-WG in Gerolstein (2020). Dort wird 2022 eine weitere WG eröffnet , hinzu kommt – ebenfalls im nächsten Jahr – Speicher als Standort. In der Planung sind zudem weitere Projekte Arzfeld und Bleialf, dort wird die Caritas aber anders als bei den anderen Vorhaben nicht selbst als Bauherrin auftreten.

Auch Daun ist für ein solches Vorhaben auserkoren. Gebaut werden soll auf einem der Stadt gehörenden Areal am Wehrbüsch, zwischen Stadion, Jugendverkehrsschule  und Friedhof. Eine wichtige Hürde ist genommen: Der Stadtrat Daun hat in seiner jüngsten Sitzung dem Verkauf des Grundstücks an die Caritas gestimmt. Zur Freude auch des Stadtbürgermeisters: „Jetzt kann es weitergehen auf dem Weg zur Realisierung dieses für uns wichtigen Vorhabens“, sagt Friedhelm Marder. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da.“

Das Prinzip der ambulant betreuten WG ist, dass pflegebedürftige Senioren als Mieter einziehen und jeder über einen eigenen, etwa 20 Quadratmeter großen, nach eigenen Wünschen gestaltbaren und möblierbaren Wohn-/Schlafbereich mit Nasszelle und Toilette verfügt. Das gemeinschaftliche Leben findet im Wohn- und Esszimmer mit offener Küche statt.

Bei der Gestaltung des Alltags werden die Bewohner von rund um die Uhr präsenten Betreuungskräften unterstützt. Die Bewohner bestimmen selbst den Tagesablauf, ob es sich um die Teilnahme an hausinternen Aktivitäten, öffentlichen Veranstaltungen oder gemeinsamen Ausflügen handelt oder um die Frage, was eingekauft und gekocht wird. Laut Caritasdirektor Winfried Wülferath hat der CV mit den Wohngemeinschaften in Kyllburg und Bitburg gute Erfahrungen gemacht.  

Bei der Vorstellung des Projekts im Sommer vergangenen Jahres war von den CV-Vertretern auch ins Spiel gebracht worden, dass die Sozialstation mit rund 70 Beschäftigten in den Neubau am Wehrbüsch umziehen könnte. Derzeit hat sie ihren Sitz in der Geschäftsstelle des Verbands in der Mehrener Straße in Daun. Wie steht es um diese Option? CV-Direktor Wülferath: „Wir gehen davon aus, dass die Sozialstation nicht umzieht, sondern am derzeitigen Standort mehr Platz bekommen wird.“  Die Caritas will etwa drei Millionen Euro für ein zweigeschossiges Gebäude investieren, verbunden mit der Option einer  Erweiterung um eine weitere Etage. Winfried Wülferath erläutert den Sachstand: „Wir sind voll auf dem Weg. Der Auftrag zur Vorbereitung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan ist erteilt, auch auch an den Entwurfsplanungen wird gearbeitet.“  Und nicht nur in Daun