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In der Eifel auf Safari

In der Eifel auf Safari

Für kleine und große Tierbegeisterte gibt es im Wild- und Erlebnispark Daun viel zu entdecken. Wildschweinen, Lamas, Eseln, Rehen und anderen Wildtieren kommen die Besucher zu Fuß oder im Auto ganz nah.

Daun. Etwas zögerlich hält die vierjährige Mette dem braunen Lama ihre Hand entgegen, auf der ein Dutzend Maiskörner liegen. Blitzschnell verschlingt das Tier das Futter. "Das kitzelt", sagt Mette kichernd und schüttet mutig die nächste Ladung auf ihre Handfläche. Für Kinder wie Mette, die mit ihren Eltern Mariëlle und Jeroen Schep und ihrer Schwester Lisa aus den Niederlanden angereist ist, gibt es im Wild- und Erlebnispark Daun viel zu sehen. Auf 220 Hektar leben dort rund 700 Tiere wie Wildschweine, Rehe, Lamas und Falken in freier Natur.

Mit dem Auto auf Entdeckungstour



Spannend wird es für die Besucher auf der Autowanderstraße. Auf rund acht Kilometern geht es mit dem Wagen auf Entdeckungstour. Mit etwas Glück kommen die Tiere dicht ans Auto heran. Der Besucher sieht vom Autositz aus den Naturschauspielen zu: In einer Schlammkuhle geht die Wildsau auf Futtersuche für ihre Frischlinge. Eines der 50 Lamas, die im Park wohnen, kreuzt den Weg und macht lustige Kaubewegungen.

Ein paar Hundert Meter weiter steht eine Gruppe Rehe und blickt neugierig den Besuchern entgegen. Angst ums Auto müssen die Besucher bei diesem Abenteuer nicht haben. "Wenn man sich an die Regeln hält, kann nichts passieren", sagt Stefan Bost, Leiter des Wild- und Erlebnisparks. Wichtig sei es vor allem, die Tiere nicht aus dem Auto heraus zu füttern. Sonst kämen sie zu nah an das Fahrzeug heran. Das könne für Kratzer sorgen. Ohne Einschränkung erlaubt ist das Füttern aber von den Tribünen aus. Mehrere dieser Holzgebäude gibt es entlang der Rundstrecke. Parkplätze liegen direkt davor.

Ein weiterer Teil des Parks ist die Affenschlucht. Auf dem Gelände leben rund 50 Berberaffen, die ursprünglich aus Gibraltar stammen. Spannend wird es, wenn sich die Tiere ums Futter streiten. Die Gefechte werden nicht nur körperlich, sondern auch mit lauten Schreien ausgetragen. Um nicht unverhofft mitten in die Streitigkeiten zu geraten, sollten Besucher Rucksäcke und Lebensmittel besser am Eingang des Geheges deponieren.

Ein paar Schritte von der Affenschlucht entfernt liegt die Falknerei. Dort leben Schleiereule, Uhu, Steppenadler, Adlerbussard, Kappengeier und Falken. Von Samstag bis Donnerstag gibt es täglich zwei Flugvorführungen, bei denen die Tiere zeigen, wie viel Kraft in ihnen steckt. Teilweise kommen sie bis an die Köpfe der Besucher heran. Um zu zeigen, was in Uhu-Dame Anastasia steckt, muss sich Falknerin Gabriele Loferer mit einem ledernen Handschuh schützen. Beim Anblick der riesigen Krallen des Greifvogels wird schnell klar, dass Gegner in der freien Natur gegen dieses Tier kaum eine Chance haben. Von den Vorführungen in der Falknerei ist Besucher Jörg Wolfertz, der mit seiner Familie aus Düsseldorf angereist ist, begeistert. "Die Kinder hatten Respekt, als uns einer der Vögel auf dem Kopf einen Scheitel gezogen hat", berichtet der Vater von dreijährigen Zwillingen. Nach so viel Aufregung in der Falknerei ist Entspannung im Bauernhof bei den Kleintieren angesagt. Hier leben Kaninchen, Zwergseidenhühner, Emus, Ziegen und Schafe friedlich nebeneinander. Kleinen Besuchern bietet der Spielplatz nebenan Möglichkeiten zum Toben auf dem Klettergerüst oder der Affenschaukel.

Die schönsten Ziele der Region stellt die Volksfreund-Redaktion immer freitags auf der Seite "TV-Tagestour" im Lokalteil vor. Dabei geben wir alle Informationen und Tipps zu lohnenden Sehenswürdigkeiten, tollen Fahrrad- und Wandertouren sowie zahlreichen weiteren Freizeitaktivitäten zu Land, zu Wasser oder in der Luft.