In der Turnhalle wird’s gemütlicher

In der Turnhalle wird’s gemütlicher

Der Kreis Vulkaneifel investiert, dank massiver Förderung durch den Bund, erheblich in seine Schulen. Auch ein lange gehegter Wunsch wird Wirklichkeit.

Daun/Gerolstein Klaus Weber, Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Daun, geht noch besser gelaunt als sonst ins Wochenende. "Das ist eine richtig tolle Nachricht, die mich sehr freut", sagte er auf den Hinweis des TV, dass im kommenden Jahr der komplette Boden der in die Jahre gekommenen Schulturnhalle erneuert sowie das alte Heizgebläse gegen eine moderne Fußbodenheizung ausgetauscht wird.
Das hat der Kreisausschuss - neben anderen Schulbauprojekten (siehe Extra) - in dieser Woche beschlossen, Weber war aber noch nicht darüber informiert. Konkret hat der Ausschuss den Auftrag an das Ingenieurbüro Elmar Koller aus Salmtal zum Preis von rund 70 000 Euro vergeben, ein Konzept für die Erneuerung der Heizung zu erstellen. Das gesamte Vorhaben wird mit 450 000 Euro veranschlagt, 90 Prozent davon (405 000 Euro) steuert der Bund aus dem Topf des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 bei, der Kreis muss demnach nur 45 000 Euro übernehmen. Heinz-Peter Hoffmann, Büroleiter in der Kreisverwaltung, sagt ganz deutlich: "Ohne diese hohe Förderung, die für uns ein absoluter Glücksfall ist, könnten wir nicht so in unsere Schulen investieren. Vieles hätte weiter aufgeschoben werden müssen."
Er skizziert den zeitlichen Ablauf: "In diesem Jahr wird das Sanierungsvorhaben samt detailliertem Bauzeitenplan geplant, im nächsten Jahr wird es umgesetzt."
Dabei werde "größter Wert darauf gelegt, dass das weitgehend in den Ferien vonstattengeht". Dass das letztlich auch klappt, könne aber nicht vorhergesagt werden. Oberstudiendirektor Weber macht das nicht bange: "Wir kriegen das hin! Schließlich haben wir schon Erfahrung, Projekte während des laufenden Betriebs umzusetzen wie die Erneuerung des Innenhofs, den Anbau des Fluchtwegs samt Außentreppe oder ein Arbeiten am oberen Treppenhaus." Außerdem, so Weber, "können die Kinder ja auch Sportunterricht machen."
Für ihn ist vor allem wichtig, dass mit dem Vorhaben "gleich eine Reihe von Problemen gelöst wird, wofür wir lange gekämpft haben". Er zählt auf: "Der Boden, der inzwischen einem Flickenteppich gleicht, wird erneuert, und durch den Einbau einer Fußbodenheizung wird das Klima in der Halle deutlich angenehmer. Und auch die Kostenersparnis wegen des deutlich geringeren Energiebedarfs dürfte nicht unerheblich sein." Bei der jetzigen Gebläseheizung steige die Wärme zunächst an der einen Hallenwand hoch, erwärme dann die Luft an der Decke und komme erst danach an der anderen Seite wieder herunter. Und in strengen Wintern hat das Konzept laut Weber überhaupt nicht getaugt, denn: "Das durch die zentrale Hackschnitzelheizung erwärmte Wasser versorgt zunächst das benachbarte Thomas-Morus-Gymnasium. Erst mit dem Rücklauf wird die Turnhalle erwärmt. Wenn es aber am TMG schon viele Abnehmer gegeben hat, wird es bei uns eng." Der Oberstudiendirektor berichtet von kranken Kollegen und Kindern sowie von Sportlehrern, die ihm ihre kalten Hände gedrückt hätten. "Manchmal war es so kalt, dass wir den Unterricht ausfallen lassen mussten", sagt der Schulleiter.Extra: NEUE BELEUCHTUNG FÜR MEHRERE SCHULEN


Realschule plus Daun: Die Umrüstung der Beleuchtungtung der Turnhalle am Wehrbüsch auf LED-Technik kostet 37 000 Euro. GSG Daun: Die neue LED- Klassenraumbeleuchtung im zweiten Obergeschoss kostet 48 000 Euro. St.-Matthias-Gymnasium Gerolstein: Die Turnhallen- und Flurbeleuchtung wird in den Herbstferien auf LED-Technik umgerüstet. Kosten: 40 000 Euro. BBS Gerolstein: Die Turnhallenbeleuchtung wird für 57 000 Euro auf LED-Technik umgestellt. Hubertus-Rader-Förderzentrum Gerolstein: Die Turnhallen- und Flurbeleuchtung wird in den Herbstferien auf LED-Technik umgerüstet. Kosten: 15 000 Euro.

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