1. Region
  2. Vulkaneifel

In der Vulkaneifel werden nicht mehr benötigte Biotonnen eingesammelt

Abfallwirtschaft : Ausgemusterte Biotonnen werden in der Vulkaneifel zu neuen Abfallbehältern

Die nicht mehr benötigten Tonnen werden ab dem 11. Januar eingesammelt. Nur knapp acht Prozent der Haushalte nutzen das Gefäß.

Mit dem Jahreswechsel 2019/2020 schien das Kapitel Biotonne im Kreis Vulkaneifel nach gut 20 Jahren beendet zu sein, als  im Zug der Einführung des neuen  Entsorgungssystems die Biogutcontainer aufgestellt wurden. Als aber die Initiative „Mehr Bürgerwille“ damals gut 11 000 Unterschriften pro Biotonne gesammelt hatte, konnte man nicht einfach am vorgesehenen Zeitplan festhalten. So wurde die für Mitte Januar 2020 terminierte Abholung der Biotonnen zunächst auf Eis gelegt (der TV berichtete).

Längst steht fest: Endgültig verschwinden wird das braune Behältnis nicht, denn der Kreistag Vulkaneifel hatte sich im August vergangenen  Jahres mehrheitlich (mit den Stimmen von CDU, FWG und Grünen und Landrat Heinz-Peter Thiel) für die Wiedereinführung der umstrittenen Biotonne entschieden.

Die Gegner des Containersystems hatten hingegen dafür plädiert, die Biotonne als einzige Möglichkeit für die Entsorgung von Biomüll wieder einzuführen – also zurück zu dem bis Ende 2019 praktizierten System. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Leerung der braunen Behältnisse in den Gebühren inbegriffen, seit 1. Januar 2021 ist sie aber zahlungspflichtig.  Wer sie bestellt hat, zahlt nun knapp 112 Euro pro Jahr.

Das Interesse hat sich – sicher auch wegen der Kosten – in ziemlich überschaubaren Grenzen gehalten. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) hatte gut 24 000 Schreiben rausgeschickt, um zu ermitteln, wer eine  Tonne haben will. 4430 (unverbindliche) Rückmeldungen gingen ein, aber die Zahl der verbindlichen Bestellungen war noch mal deutlich niedriger.

 „Die Zahl der Haushalte mit Anmeldung für die Biotonne liegt derzeit bei etwa 2000 Haushalten“, heißt es aus der ART-Zentrale in Trier. Was einer Quote von knapp acht Prozent der Haushalte entspricht. Zum Vergleich: Vor der Umstellung auf das Container-System nutzten 43 Prozent der Haushalte die Biotonne.

Nun steht die Abholung der nicht mehr benötigten Biotonnen bevor, sie werden ab 11. Januar abgeholt, bis Ende des Monats soll die Aktion abgeschlossen sein. Der ART verweist darauf, dass die (leeren)  Tonnen am Straßenrand stehen sollen,  auf Privatgrundstücken stehende Behälter werden nicht eingesammelt. Sollten einzelne Behälter dennoch nach dem Ende der Einsammlung am Straßenrand stehen, bittet der ART um Rückmeldung: per E-Mail  an veranlagung@art-trier.de oder telefonisch (0651/94911212).

Und was geschieht mit den nicht mehr verwendeten Tonnen? „Die eingesammelten Behälter werden einem Verwerter zugeführt. Dort werden die Tonnen geschreddert,  und aus dem so gewonnenen Material werden neue Abfallbehälter hergestellt“, teilt der ART mit.

Weitere Informationen im Internet unter www.art-trier.de