In die Jahre gekommener Bildstock in Schalkenmehren restauriert

Kulturgeschichte : Zeugnis der Geschichte bewahrt

(bs) Schalkenmehren ist nicht nur wegen der Naturschätze wie den Maaren beliebt. Bekannt ist auch eine kulturgeschichtliche Thementour, die elf Kilometer lange Bildstockwanderung. Dabei stößt man auf sakrale Kleindenkmäler in Form von Bildstöcken und Wegekreuzen, Heiligenhäuschen, Flur- und Wegekapellen sowie verschiedenen Motivkreuzen, die christliche Symbole aus drei Jahrhunderten sind.

Der Bildstock an der Ecke Mehrener Straße/Auf Koop wird „Heiliger Johannes“ genannt, seine Entstehung wird vor 1850 datiert.

Ursprünglich stand dort eine Figur des Heiligen Johannes, wie er Jesus im Jordan taufte. Diese Figur ist allerdings verschwunden. Statt ihrer stand dort eine Pietà (Darstellung Marias mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus),  deren Farben verblasst und unansehnlich waren. Die Figur war über die Jahrzehnte mit verschiedenen Farben unsachgemäß überstrichen worden. Zudem waren Teile der Arme und Hände aus ungeklärter Ursache abgebrochen.

Ein Restaurierungsatelier in Bonn wurde mit den Arbeiten an der Skulptur beauftragt. Ortsbürgermeister Peter Hartogh und Hermann Geibel holten vor einigen Wochen die Figur in Bonn ab, nun steht die Pietà wieder im „Johannes Heiligenhäuschen“ in Schalkenmehren. Küsterin Ilse Kurth und Nachbar Günter Schmitz haben die Patenschaft über das Heiligenhäuschen übernommen. Ilse Kurth wird für Blumenschmuck und Gedenkkerzen sorgen.

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