In Gunderath bleibt Licht für eine Stunde aus

Umwelt : In Gunderath bleibt das Licht aus ...

... für eine Stunde. Denn der Ferienpark Center Parcs Park Eifel und die Ortsgemeinde beteiligen sich am 30. März an der weltweiten Klima- und Umweltschutzaktion „Earth Hour“. Mitmachen erwünscht!

Darin sind sich die beiden jungen Männer – Nick Radermacher (26) als Ortsbürgermeister und Daniel Pape (39) als der Operation Manager des Ferienparks - einig. „Wir leben und arbeiten hier mitten in der Eifel von und mit der Natur, und zu deren Erhalt möchten wir einen Beitrag leisten“, sagen sie dem Trierischen Volksfreund bei der Vorstellung ihres gemeinsamen Projekts. Immer wieder gibt es Kooperation zwischen dem Dorf mit 126 Einwohnern und dem 1979 gegründeten Ferienpark, in dem heute 460 Bungalows für etwa 2200 Gäste stehen und der mehr als 425.000 Übernachtungen pro Jahr verbucht. So bilden zum Beispiel an Sankt Martin (um den 11. November) die Urlauberfamilien mit den Einwohnerfamilien von Gunderath eine große Gemeinschaft rund um das Feuer und beim anschließenden Martinsweck- und Döppekuchen-Essen.

   Nun haben die Ortsgemeinde und der Ferienpark im Rahmen der „Earth Hour“ (siehe Info) für den Abend des 30. März vereinbart, die öffentliche Beleuchtung von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr auszuschalten. Was das für das Dorf Gunderath bedeutet, erklärt Nick Radermacher, seit 2016 als jüngster Ortsbürgermeister des Landkreises Vulkaneifel im Amt, so: „Alle Straßenlaternen und die Beleuchtung des Dorfplatzes bleiben für eine Stunde dunkel. Darüber waren wir uns im Ortsgemeinderat absolut einig. Natürlich werden die Bürger vorab informiert.“

   Daniel Pape ist seit 2017 als Operation Manager Mitglied der Unternehmensführung des Center Parcs Park Eifel und für die Planung, Steuerung und Kontrolle von Arbeitsabläufen zuständig. „Umwelt- und Klimaschutz sind mir beruflich und privat ein großes Anliegen“, betont der dreifache Familienvater. Dazu habe sich auf seine Initiative hin der Park auch schon im vorigen Jahr an der Earth-Hour-Aktion beteiligt. „Es war ein Testballon“, erklärt Pape. Doch dieses Mal soll es neben dem Ausschalten der Beleuchtung weitere Aktivitäten geben. So werden zurzeit  leere Milchkartons gesammelt und von Mitarbeitern der Animation zu Laternen umgestaltet.

„Wir informieren die Gäste beim Einchecken über die Aktion“, sagt Pape, „und gehen davon aus, dass es während der ‚Earth Hour’ einen ansehnlichen Laternenumzug durch den ansonsten im Dunklen liegenden Park geben wird.“ In den Restaurants sorgen zu dem Zeitpunkt Kerzen und - aus Sicherheitsgründen - die elektrische Notbeleuchtung für etwas Licht.

  Und auch darin sind sich die beiden jungen Männer einig: „Wir sehen unsere Beteiligung an der ‚Earth Hour’ auch als einen Appell.“ Jeder Einzelne und jede Gemeinde könne sich ohne großen Aufwand beteiligen, finden Nick Radermacher und Daniel Pape.

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