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In Rengen gibt’s was auf die Ohren

In Rengen gibt’s was auf die Ohren

Die fünfte Auflage des Freiluft-Festivals „Der Detze Rockt“ startet an diesem Freitag in Rengen. An zwei Tagen spielen Bands aus dem In- und Ausland auf dem Sportplatz. Die Veranstalter können auf mehr als 60 ehrenamtliche Helfer bauen.

Dass ein "Hauch von Wacken" am Freitag und Samstag in Rengen zu spüren sein wird, darauf hoffen die Veranstalter des Freiluft-Rockfestivals "Der Detze Rockt" am Sportplatz-Gelände des Dauner Stadtteils. Mehr als ein "Hauch" ist es auch (noch?) nicht, denn in der 1800-Einwohner-Gemeinde Wacken in Schleswig-Holstein kommen alljährlich an die 85.000 Besucher zum Festival, im 440-Einwohner-Ort Rengen sind es um die 500.

Zum fünften Mal gibt es "Der Detze Rockt" in diesem Jahr, Namensgeber ist der Detzenberg, auf dem das Festivalgelände liegt in diesem Jahr. Angefangen hat alles damit, dass 2011 das Sportfest in Rengen ausgefallen war. "Da haben wir überlegt, trotzdem was für die jungen Leute anzubieten", erinnert sich Martin Geisen, der von Anfang an dabei ist. "Und wir wollten etwas machen, was es in anderen Dörfern nicht gibt." Was es nicht gab: ein Festival mit Livemusik der etwas lauteren Töne. Hardrock mit seinen Spielarten ist seitdem angesagt in Rengen. Mit spezieller Musik und speziellen Fans: "Im Dorf mag es vor dem ersten Mal wohl etwas Bedenken gegeben haben, aber die sind längst verflogen", sagt Geisen.

Das bestätigt auch Winfried Schneider, der Ortsvorsteher von Rengen: "Das Festival hat eine hohe Akzeptanz im Dorf." Auch er steht "100-prozentig dahinter. Ich finde es einfach klasse, wie die jungen Leute so etwas mit großem Engagement auf die Beine gestellt haben." Die Unterstützung spiegelt sich auch darin wider, dass die Veranstalter auf mehr als 60 Helfer aller Altersgruppen bauen können. "Auch viele Handwerker bringen sich ein, wenn es ums Herrichten des Geländes oder den Bühnenbau geht. So sparen wir viel Geld", sagt Martin Geisen.

Gut 500 Fans waren 2014 in die Eifel gekommen, ein großer Erfolg aus Sicht der Veranstalter. Was mit ein Grund dafür war, das Festival in diesem Jahr zwei Tage stattfinden zu lassen.

"Der Kartenvorverkauf läuft gut", berichtet Geisen. Großes Interesse gebe es auch aus dem Ausland: "Sogar ein Bus mit Fans aus Bulgarien hat sich angekündigt." Er freut sich, dass viele in der Szene bekannten Bands aus Deutschland, Spanien und England auftreten werden. Auch die unterstützen die Veranstalter: "Manche wollen keine Gage, sondern sind damit zufrieden, dass wir die Anreise zahlen." Sponsoren und die Einnahmen des Kartenverkaufs sichern den Etat.

Wenn es einen kleinen Überschuss gibt wie im vergangenen Jahr, dann fließt das Geld an den eigens gegründeten Verein "Der Detze Rockt." Der versteht sich allerdings nicht als klassischer Förderverein für das Festival, erklärt der Vorsitzende David Haas. "Wir unterstützen auch Veranstaltungen, die nichts mit Musik zu tun haben." Er freut sich, dass sich die Veranstaltung mittlerweile etabliert hat: "Wie oft ist zu hören, die Jugend tut nichts. Dieses Festival ist ein gutes Beispiel dafür, dass sie doch willens und in der Lage ist, sich zu engagieren und etwas auf die Beine zu stellen."

2014 kamen gut 500 Besucher, in diesem Jahr sollten es schon ein paar mehr sein, geht es nach Martin Geisen: "Wäre richtig klasse, wenn wir an die 700-er-Marke kämen."

Extra

Dicht gedrängt stehen die Fans im vergangenen Jahr vor der Bühne: Für dieses Jahr hoffen die Veranstalter auf noch größere Resonanz. Foto: Veranstalter. Foto: David Haas
Foto: David Haas

Einlass zum Metal- und Rockfestival auf dem Sportplatz in Daun-Rengen ist am Freitag ab 17 Uhr. Am Samstag, 20. Juni, geht es um 13.30 Uhr weiter, zum Auftakt spielt die Dauner Hardrock-Band Burning Maja.
Karten kosten für den Freitag 10 Euro, für den Samstag 18 Euro, ein Kombiticket kostet 24 Euro. Alle weiteren Infos unter www.derdetzerockt.de