In stürmischen Gewässern
Grund zum Feiern unter einigen Wolken: Am 1. Oktober 1968 wurde die damalige Mittelpunktschule Niederstadtfeld eröffnet, heute ist nach vielen guten Jahren die Belegung mit 135 Schülerinnen und Schülern nicht gerade rosig.
Niederstadtfeld. (HG) 40 ereignisreiche Jahre liegen nun hinter der heutigen Grund- und Ganztagshauptschule Niederstadtfeld, und für die meisten Schülerinnen und Schüler war der Besuch ein wichtiger und lehrreicher Abschnitt ihres Lebens. Viele "ehemalige" kamen denn auch zum Jubiläum der Schule, das mit Spielen, Musik und einer Fotoausstellung gefeiert wurde.
Von der einstigen Mittelpunktschule hat sich die Schule zur Grund- und Ganztagsschule (GHS) erweitert, vom Rechenschieber und dem Taschenrechner ging es ins Computerzeitalter mit all seinen Möglichkeiten. Mit Hilfe von Sponsoren und dem Förderverein hat die GHS Niederstadtfeld es geschafft, vieles an Annehmlichkeiten für die Schüler zu schaffen. Neben einem Außen-Basketballplatz wurde in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Daun auch eine neue Teichanlage gebaut. Der Schritt im Jahre 2004 zur Ganztagshauptschule mit 79 Schülern sollte die Zukunftsfähigkeit der Schule sichern.
Auch in Zukunft das kleine, intakte System erhalten
Nach erfolgreichen Jahren mit 550 Schülerinnen und Schülern (1976/77) ist seit Jahren ein Rückgang der Schülerzahlen zu registrieren. Heute besuchen noch 135 Kinder die GHS Niederstadtfeld, und die kommenden Jahre versprechen sowohl im Grundschulbereich wie auch im Hauptschulbereich nichts Gutes. Gründe dafür sind sowohl der Bevölkerungsrückgang als auch das starke Angebot an vergleichbaren Schulen in der Nähe, wie Rektor Matthias Klein betonte. "Wir haben zwar im Ganztagsschulbereich steigende Zugänge aus Daun, aber im Grundschulbereich und Hauptschulbereich sind die Zahlen in den letzten Jahren stark zurückgegangen". Dabei hat die GHS Niederstadtfeld einen guten Ruf. "Wir wollen auch in Zukunft unser kleines, intaktes System erhalten. Es hat den Vorteil, dass wir auf Stärken und Schwächen unsere Schüler besser eingehen können", erklärt Klein.
Doch viele Eltern haben nach der Grundschulzeit nicht die engagierte Arbeit der Niederstadtfelder Schule honoriert und ihre Kinder zu anderen Schulen geschickt, um ihnen damit einen höheren Bildungsabschluss zu ermöglichen, auch wenn dies nicht immer im Einklang mit den Leistungen der Schülerinnen und Schüler stand. "Die Hauptschule Niederstadtfeld hat unter diesem Trend hin zur Realschule oder gar zum Gymnasium gelitten. Die Eltern haben es nicht ausreichend anerkannt, dass gerade eine kleine Hauptschule ideale Rahmenbedingungen für die entsprechende Schülerklientel gewährleistet", stellte Verbandsbürgermeister Werner Klöckner fest.