Investor an der Angel?

Lösung in Sicht? Die Firma Aqua Spa, für die das neue Gewerbegebiet in Birresborn erschlossen wird, scheint bei der Suche nach einem Investor erfolgreich zu sein. Das behauptet zumindest Geschäftsführer Gerhard Friedel, der von einer Vertragsunterzeichnung noch in diesem Monat ausgeht.

Birresborn. Fortsetzung der Aqua-Spa-Geschichte: Nachdem die Kreisverwaltung wegen nicht erfüllter Brandschutzauflagen die gemieteten Produktionshallen in Birresborn geschlossen hat und dadurch 15 Leute ihren Job verloren haben (der TV berichtete), produziert die Firma nun mit kleinerer Mannschaft an ihrem Standort in Hessen. Zwei Mitarbeiter der Birresborner Belegschaft seien übernommen worden, sieben neue Leute aus dem Umfeld in Hessen kamen dazu. Aqua Spa-Geschäftsführer Gerhard Friedel sagt: "Wir produzieren rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und können so alle unsere bestehenden Aufträge erfüllen." Und das Unternehmen, das unterirdische Bewässerungsschläuche aus Gummigranulat herstellt, scheint bei der Suche nach einem Investor für die geplante neue Produktionshalle im neuen Birresborner Gewerbegebiet auf der Erfolgsspur zu sein. Unterschrift soll bis Ende Juli kommen

Hinsichtlich der Investorensuche sehe es "sehr gut" aus, sagte Friedel auf TV-Anfrage: "Wir hatten vergangene Woche ein vielversprechendes Gespräch, und ich gehe davon aus, dass es bis Ende Juli zur Unterschrift kommt." Zudem meinte er, dass es sich bei dem potenziellen Investor um eine "große Gruppe" mit einer "weltweiten Vertriebsschiene" handele. Mehr wollte er zum bisherigen Zeitpunkt nicht preisgeben, da "wir mit einem ehemaligen Geschäftspartner und anderen Neidern aus der Branche nach wie vor juristisch im Clinch liegen". Nach früherer Auskunft benötigt die Firma für die neue Produktionshalle "600 000 bis 700 000 Euro". Derzeit wird das 35 000 Quadratmeter große Birresborner Gewerbeareal "Auf dem Boden", das außerhalb des Dorfes liegt, für rund 1,2 Millionen Euro erschlossen.Davon werden 720 000 Euro Zuschuss vom Land und 60 000 Euro vom Kreis erwartet, für die restlichen 420 000 Euro muss die Gemeinde aufkommen. Und weil nicht nur Aqua Spa derzeit Probleme hat, sondern auch die Reifenfirma Leka aus Densborn in Insolvenz gegangen ist, für die beide letztlich die Erschließung in Angriff genommen wurde, wird derzeit ein wenig auf die Bremse getreten. So sagte Klaus Jansen, Leiter der Bauabteilung im Gerolsteiner Rathaus: "Das Gelände für Aqua Spa sowie einen Heizungsbauer aus Kopp ist fast fertig gestellt, doch mit der dritten Fläche warten wir, bis wir wissen, wie und ob es weiter geht." Dafür hat die Kommune laut Jansen drei Jahre Zeit, ohne dass dies Auswirkungen auf die Fördermittel hat.