Ist das das Aus für die Solaranlagen an der Autobahn 48?

Kaisersesch/Masburg · Die Gemeinde Masburg will entlang der A 48 eine Sonderflächen für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage ausweisen. Doch die dazu benötigte Änderung des Flächennutzungsplans hat im Verbandsgemeinderat Kaisersesch keine Mehrheit gefunden.

Kaisersesch/Masburg. Keine Mehrheit im VG-Rat Kaisersesch fand der Antrag der Gemeinde Masburg, den Flächennutzungsplan zur Ausweisung von Sonderflächen für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu ändern. Zehn Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen standen neun Ja-Stimmen entgegen. Der Plan eines privaten Investors und der Zukunftsprojekte Schieferland Kaisersesch (ZSK), entlang der A 48 auf Land der Gemeinden Masburg und Landkern eine große Solaranlage zu errichten, war bereits vor Monaten bei vielen Anliegern auf Widerstand gestoßen.
Unterschriften pro und kontra


Eine Liste mit 663 Unterschriften gegen das Projekt hatte den VG-Rat im Dezember veranlasst, nicht gegen den Willen der Bürger zu entscheiden und den Beschluss zu vertagen. Mittlerweile hat sich der Ortsgemeinderat Masburg erneut mehrheitlich für die Anlage und einen Bebauungsplan ausgesprochen. Dem VG-Rat wurde aber auch mitgeteilt, dass eine zweite Unterschriftenliste mit 216 Befürwortern der Photovoltaikanlage bei der Verwaltung abgegeben wurde. Initiiert hatte die Liste der Eigentümer der zu verpachtenden landwirtschaftlichen Flächen.
Thomas Welter (CDU) erklärte, den Willen der Gegner zu respektieren und der Änderung des Flächennutzungsplans nicht zuzustimmen. Anders sah das Waldemar Klünder (SPD-Fraktion): "Wenn es der Wunsch der Gemeinde Masburg ist, die Anlage zuzulassen, können wir uns dem nicht verschließen." Das war auch die Meinung von Albert Klotz (FpuWG Dr. Pertzborn) und Siegfried Niederelz (UBL): "Masburg hat eindeutig dafür gestimmt, in Kenntnis der Kontra-Liste."
Wolfgang Klinkner (CDU) plädierte erneut gegen die Solaranlagen in direkter Nachbarschaft des Wohngebiets: "Die Menschen sind nicht gegen erneuerbare Energien, aber gegen den Standort. Sie sind schon genug gebeutelt von Fluglärm, Autobahn und Funkmasten." Die nun aufgetauchte Pro-Liste verfolge wirtschaftliche Interessen, während sich die Gegner um Umwelt und Lebensqualität sorgten. Das sah Werner Arenz (CDU) aus Masburg genauso, der sich als einer von drei Gemeinderatsmitgliedern gegen das Projekt ausgesprochen hatte. BM