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Sicherheit
Friedensgruppe:  Debatte über Abrüstungspolitik

Daun/Cochem. Ist die Vulkaneifel ein mögliches Ziel? Gesprächsrunde beschäftigt sich mit den Folgen der Kündigung des INF-Vertrags.

(red) Die Friedensgruppe Daun weist auf eine Gesprächsrunde hin, zu der die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei jetzt“ für Dienstag, 26. März, um 18 Uhr in die Jugendherberge Cochem einlädt. Alle Interessierten sind eingeladen, der Eintritt ist frei. Nach einem Imbiss diskutieren ab 19 Uhr Jutta Paulus, Landesvorsitzende der Grünen und Kandidatin zur Europawahl, David Schwarzendahl, Kandidat der Linken für die Europawahl, Regina Hagen, Chefredakteurin von „Wissenschaft und Frieden“, und Rainer Braun, Co-Präsident des International Peace Bureau Berlin, über die Kündigung des INF-Vertrags durch die USA und Russland. Damit steht die Abrüstungspolitik vor einem Scherbenhaufen – und Europa vor einer großen Verantwortung.

Das Gespräch moderiert Maria Gaul, Gymnasiallehrerin für Geschichte. Für Musik sorgt Nicole Mercier.

Das INF-Abkommen von 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion untersagt den Bau und Besitz landgestützter atomar bewaffneter Raketen oder Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern.

Nach der Kündigung des Vertrags droht Europa eine Neuauflage des atomaren Wettrüstens, das den Kontinent an den Rand einer nuklearen Katastrophe führen könnte.

Denn sollten die Vereinigten Staaten Mittelstreckenraketen in Europa stationieren, könnte der Kontinent zum Austragungsort eines atomaren Konflikts werden, wobei die Vulkaneifel wegen der in Büchel stationierten US-Atombomben im Fokus eines möglichen Angriffs stehen könnte.