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Gillenfeld: Jeckes Jubiläum ohne Prinzenpaar

Gillenfeld : Jeckes Jubiläum ohne Prinzenpaar

Gillenfelder „Moareulen“ feiern gemeinsam mit Gästen auch ohne Regenten fröhlich und ausgelassen 5x11 närrische Jahre.

„Moareulen Uhuu“ schallt es durch die rot-weiße Gillenfelder Mehrzweck-Narrhalla, und 360 stimmungsgeladene Jecken feiern begeistert ihren Karnevalsverein. Der begeht diese Session sein närrisches Jubiläum: 5x11 Jahre Karneval in Gillenfeld.

„Einmal Prinz zu sein in Gillenfeld, ist das Größte auf der Welt“, heißt es im Gillenfelder Prinzenlied, aber leider wollte in dieser Session niemand dieses Glücksgefühl genießen. „Es ist schon schade, dass sich kein Prinzenpaar gefunden hat“, sagt denn auch Sitzungspräsident Heinz Dahm etwas enttäuscht. In der vollbesetzten Narrhalla begrüßte Dahm viele fröhliche Jecken, die ein stattliches Programm aus Büttenreden und Tänzen geboten bekamen. Was in Gillenfeld noch auffallend war: Die Zahl der Büttenreden überwog die der Tänze – eine Seltenheit.

Peter Sindermann, selbst Prinz in der Session 2010/11, berichtete in seiner Rede „Prinz zu sein in Gillenfeld“ von seiner schönen Zeit als närrischer Regent und rief die Gillenfelder auf, im nächsten Jahr  wieder ein Prinzenpaar oder Dreigestirn zu haben.

Lustige Redewendungen in Platt

erklärte Anne Letsch, „wenn esch fertig sin, hot ihr bestimmt jet geliert“, so ihr Wunsch an die Jugendlichen.

Sie sind so nah zusammen, die Gillenfelder Moareulen und die Strohna Hohner, doch wo baut man am besten sein Nest? Die geborene Moareule Laura und ihr Mann Benedikt Welter, ein Strohna Hohn, erklärten sehr schön die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen.

Und dann hieß es Manege frei für

die Alfbach-Tauben aus Udler. Wahnsinn, was die zwölf Mädchen da auf der Bühne zeigten – und ein großes Kompliment an die Schneiderin der herrlichen Kostüme.

Buntes Programm, viele Reden bei der Jubiläumssitzung in Gillenfeld –  unter anderem mit (von oben im Uhrzeigersinn) den Alfbach-Tauben aus Udler, dem Sketch um die Frage „Strohna Hohn oder Moareule“ mit Laura Welter, Dominik Welter und Philipp Hein sowie Peter Sindermann uns seiner Hommage an Prinzensein. Foto: Helmut Gassen
Foto: Helmut Gassen

Und dann kam natürlich auch noch Heinz Dahm: Er ist das Gesicht der Gillenfelder Moareulen, und er ließ das Geschehen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren mit all den kleinen Geschichten im Dorf. Namen nennt er traditionell keine, aber es weiß ohnehin jedermann, wer gemeint ist.