1. Region
  2. Vulkaneifel

Infrastruktur: „Jetzt geht es ans Eingemachte“

Infrastruktur : „Jetzt geht es ans Eingemachte“

Ambitionierter Zeitplan für die Umsetzung des Bauprojekts Michel-Reineke-Platz in Daun: Bis zum Start des Rallyefestivals Mitte Juli sollen die Arbeiten beendet sein. Dann geht es an den Ausbau der Jahnstraße.

„Bis jetzt waren die Auswirkungen durch die Bauarbeiten noch überschaubar, aber jetzt geht es ans Eingemachte“, sagt Stadtbürgermeister Martin Robrecht – und meint damit das Bauprojekt Michel-Reineke-Platz.

Im vergangenen Jahr war das Teilstück der Michel-Reineke-Straße zwischen der Trierer- und Freiherr-vom-Stein-Straße bis zur Höhe des Hauses Nummer 1a in Angriff genommen worden. Derzeit wird auf dem Teilstück Richtung Thomas-Morus-Gymnasium gebuddelt, bevor die Firma Backes die eigentliche Umgestaltung des Platzes, der zentraler Busbahnhof der Kreisstadt ist, angeht.

Was wird gemacht? Geplant ist, dass künftig sechs Busse gleichzeitig abgefertigt werden können. Zwischen den beiden neuen Fahrspuren entsteht eine Mittelinsel, wo zwei Wartehäuschen installiert werden. Auf der Wunschliste steht auch eine Toilette. Der Bauausschuss der Stadt hat sich zwischenzeitlich für einen Standort am Rand des Platzes entschieden. Die erforderlichen Anschlüsse werden gelegt, auch wenn die Finanzierung einer behindertengerechten Toilette, die zwischen 50 000 und 60 000 Euro kosten würde, noch nicht gesichert ist. Die neuen Fahrspuren sollten ursprünglich in Betonbauweise entstehen, nun aber hat der Bausschuss auf Empfehlung der ausführenden Firma eine andere Variante beschlossen: einen Beton-Asphalt-Mix. Vorteil: Das Material ist schneller nutzbar als reiner Beton, der allein vier Wochen aushärten müsste, bevor er genutzt werden kann. Ein schlagendes Argument, denn Stadt und Baufirma sind sich einig: Der Zeitplan ist „sportlich“, denn bis zum Rallyefestival im Juli sollen die Arbeiten beendet sein. Und nicht zu vergessen: Diese Variante ist 24 000 Euro billiger als die zunächst favorisierte.

Was ist mit der Verkehrsführung? Mit Beginn der Arbeiten im Herbst vergangenen Jahres ist über den Platz aus Richtung Trierer Straße eine behelfsmäßige Straße als Einbahnstraße eingerichtet worden. Die wird nun asphaltiert, weil feststeht, dass sie bis zum Ende der Arbeiten genutzt wird. Dafür spricht nach Darstellung der Firma Backes, dass es zügiger vorangeht auf der Baustelle, wenn auf der kompletten Fläche gearbeitet werden kann. Vorteil für die Autofahrer: Bei dieser Variante sind keine noch längeren Umleitungen erforderlich. Ist das Projekt Michel-Reineke-Platz abgehakt, werden die Bagger aber noch nicht abrücken. Denn es ist vorgesehen, dass gleich anschließend mit dem Ausbau der Jahnstraße oberhalb der Grundschule begonnen wird.

Jede Menge Maschinen und Material sind nötig, um die Neugestaltung des Michel-Reineke-Platzes fristgerecht zu schaffen. Foto: TV/Stephan Sartoris

Was ändert sich? Bis zum Start der Umbauarbeiten gab es auf dem Areal 60 Parkplätze, von denen gut die Hälfte wegfällt. Zwischen Bushaltestelle, dem Imbiss, der Michel-Reineke-Straße und der Trierer Straße wird ein neuer Parkplatz entstehen. 22 Stellplätze werden dort verfügbar sein, weitere sechs Parkplätze entstehen an der Michel-Reineke-Straße, zwischen Bushaltestelle und dem Trafo-Häuschen. Dafür gibt es künftig einen Bereich für gut 20 Fahrräder, auch weil der Radler-Bus den Platz regelmäßig anfährt. Vorgesehen sind auch eine E-Bike-Ladestation und Schließfächer.