"Jetzt kann es endlich losgehen!"

"Jetzt kann es endlich losgehen!"

Nach über 20 Jahre währenden Unstimmigkeiten wegen eines Baugebiets am Ortsrand von Nohn kann endlich mit der Erschließung begonnen werden. Die Ortsgemeinde hat über 200 000 Euro in das Areal gesteckt. Mehrere Interessenten sind im Laufe der Zeit abgesprungen. Im Frühjahr sollen nun die Bagger rollen.

Nohn. "Es ist der reine Wahnsinn. Das Baugebiet hat viele Nerven gekostet, und wir sind froh, dass es endlich losgehen kann", atmet Ortsbürgermeister Alfons Maas auf. Mehrere Rechtsstreitigkeiten und Zwangspausen in der Planung galt es zu überstehen (der TV berichtete mehrmals). Doch mittlerweile gehören der Ortsgemeinde 23 der 25 Grundstücke.Maas erklärt: "Zuletzt hatte noch ein Anlieger geklagt, und wir haben dann vorm Landgericht Trier einen Vergleich geschlossen. Dafür haben wir ihm seine drei Grundstücke abgekauft." Vor einem Jahr war der Anlieger noch nicht dazu bereit gewesen.Erst ein Vergleich führte näher ans Ziel

Im Laufe der Zeit sind wegen der permanenten Verzögerungen im Baurecht etliche Interessenten abgesprungen. Schlecht für die Zukunft des Dorfes. Maas: "Vor drei Jahren gab es fünf konkret bauwillige Familien, die mittlerweile alle woanders gebaut haben." Die Ortsgemeinde Nohn hatte seit 1973 kein eigenes Bauland mehr im Angebot. 1986 gab es zwar den ersten rechtskräftigen Bebauungsplan, der aber nie umgesetzt wurde. Als 1998 Maas Ortsbürgermeister wurde, änderte sich die Strategie. Nach und nach wurden die Grundstücke gekauft und auf diese Weise mehr als 200 000 Euro investiert. Die Planungen des Baugebietes "Auf dem Hostert" füllen mehrere Aktenordner. Nach dem letzten Rechtsspruch geht es jetzt um die konkrete Umsetzung. Am 29. November trafen sich die Planer vor Ort. Maas erläutert: "Es muss jetzt zügig gehen, damit wir Anfang 2008 den Straßen- und Kanalbau ausschreiben können." Vor allem mit Blick auf die anstehende Verteuerung der Kanalbaubeiträge ab 2009. Maas: "In der Verbandsgemeinde Hillesheim ist eine Steigerung von 116 Prozent, von vier Euro auf 9,45 Euro je Quadratmeter Beitragsfläche, prognostiziert." Aus Kostengründen wird deshalb auch das komplette Baugebiet jetzt in einem Zug erschlossen. Das Ortsbild wird sich sehr verändern

Die Gemeinde hat vorgesorgt. Dank Bruchzinseinnahmen sei der Haushalt "seit Ewigkeiten" ausgeglichen. Die Rücklagen machen rund 600 000 Euro aus.Mit der Erschließung des Baugebietes "Auf dem Hostert" wird sich auch das Ortsbild merklich verändern. Nach und nach soll jetzt nämlich "eine große Lücke Niemandsland" zwischen den freistehenden Häusern am Brigittenweg und dem Dorf mit Leben angefüllt werden.