Jetzt wird es spannend

Es geht um nicht weniger als die Zukunft der Kirche und der Seelsorge. Die Synode des Bistums Trier wird tiefgreifende Veränderung bringen. Dass Unsicherheit und Angst unter den Katholiken herrschen, erfahren Seelsorger im Dekanant Vulkaneifel bei ihrer täglichen Arbeit.

Daun. Dechant Klaus Kohnz beschreibt seinen Eindruck von der Situation zu dem jetzigen Zeitpunkt - nach der Synode, vor der Umsetzung - mit einem Bild. "Ich stehe auf einer Brücke im Nebel. Es schließt sich eine Straße an die Brücke an, aber ich erkenne noch nicht, wohin sie führt", erklärt Kohnz, als er und sein Stellvertreter Ralf Pius Krämer sowie die Dekanatsreferentin Simone Thomas im TV-Gespräch über die Zukunft der Kirche und der Seelsorge in der Vulkaneifel sprechen. Klaus Kohnz sagt auch: "Die Synode war interessant, jetzt wird es spannend."
Bereit zum Mitgestalten


Dass es räumlich und inhaltlich große und tiefgreifende Veränderungen geben wird, steht fest. Dass die derzeit 173 Pfarreiengemeinschaften im Bistum Trier in etwa 60 eines neuen Typs umgewandelt werden sollen, auch. Dass es Unsicherheit und Angst unter den Katholiken gibt, erfahren die drei vom Leitungsteam des Dekanats Vulkaneifel (siehe Extra) in ihrer täglichen seelsorgerischen Arbeit und bei der Begegnung mit Mitgliedern kirchlicher und kommunaler Gremien. "Aber auch gespannte Erwartung und Vorfreude auf das Kommende sowie die Bereitschaft zur Mitgestaltung", betont Simone Thomas. "Noch ist nichts entschieden", räumt Ralf Pius Krämer mit Blick auf einen "Prozess, der über Jahre geht", ein. Der Zeitplan sieht die Umsetzung für Ende 2019 vor, wenn die Wahlperiode der jetzigen Pfarrgemeinde- und Kirchengemeinderatsmitglieder endet. Um den Katholiken im Dekanat Vulkaneifel und allen Interessierten eine erste Orientierung zu geben und um über Fragen zur Zukunft der Kirche und der Seelsorge im Dekanat Vulkaneifel zu sprechen, kommt der ehemalige Synodensekretär und jetzige Leiter der Stabsstelle zur Umsetzung der Ergebnisse der Synode, Christian Heckmann, am 11. Januar, um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Forum Daun.
Motto des Abends ist der Titel des Schlussdokuments der Synode: "Heraus gerufen! Schritte in die Zukunft wagen!" Der Zeitpunkt sei früh gewählt, erklärt Dechant Kohnz. Denn am 24. März werde in Trier der Entwurf des Bistums vorgestellt, und dieser gehe dann zur Beratung in die Dekanate und Pfarreiengemeinschaften.
Extra

Die Synode des Bistums Trier war die erste Diözesansynode in diesem Jahrhundert in Deutschland. Sie war von Bischof Stephan Ackermann einberufen worden und hat am 13. Dezember 2013 begonnen. Sie endete am 1. Mai 2016. Etwa 280 Geistliche und Laien arbeiteten mit und trafen sich sieben Mal zur Vollversammlung als beschließendes Organ. Der Titel des Schlussdokuments lautet: "Heraus gerufen - Schritte in die Zukunft wagen". bbExtra

Das Dekanat Vulkaneifel in seiner jetzigen Form besteht seit dem Jahr 2012. Von der Fläche her ist es deckungsgleich mit dem Landkreis Vulkaneifel; hinzu kommen einige wenige Pfarreien im Landkreis Ahrweiler. Mit 919 Quadratkilometern ist das Dekanat flächenmäßig das zweitgrößte im Bistum Trier. Die etwa 45.000 Katholiken leben in 54 Pfarrgemeinden, die in sieben Pfarreiengemeinschaften (PG) zusammengefasst sind: Daun, Hillesheim, Gerolsteiner Land, Gillenfeld, Kelberg, Niederehe und Obere Kyll. 30 Seelsorger sind tätig. Dem Leitungsteam gehören an: Dechant Klaus Kohnz (58), auch Pfarrer in der PG Kelberg; der stellvertretende Dechant Ralf Pius Krämer (53), auch Pfarrer der PG Gerolsteiner Land; die Pastoralreferentin Simone Thomas (40) als Dekanatsreferentin. Kontakt: Dekanat Vulkaneifel, Mehrener Straße 1, 54550 Daun, Telefon 06592/982550, E-Mail: dekanat.vulkaneifel@bistum-trier.de , Homepage: <%LINK auto="true" href="http://www.dekanat-vulkaneifel.de" text="www.dekanat-vulkaneifel.de" class="more"%>. bb