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Jonas Weller neuer Pfarrer in der Eifelgemeinde Gillenfeld

Kirche : Die Zeit des Wartens hat ein Ende

Während der vier Jahre dauernden Vakanz in der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld hatte der Gemeindereferent Stefan Becker die Leitung der Seelsorge. Nun kommt ein neuer Pfarrer: Am 29. August wird Jonas Weller in sein Amt eingeführt.

Auf Stefan Beckers Arbeitsplan standen seit seiner Anstellung im Jahr 2005 in der Hauptsache Jugend- und Messdienerarbeit, Firmvorbereitung, Fahrten und karitative Aufgaben. Dafür hatte er als Gemeindereferent ein gutes Händchen, wie allgemein bekannt war in der Pfarreiengemeinschaft (PG) Gillenfeld mit Brockscheid, Darscheid, Demerath, Mehren, Schalkenmehren, Strohn und Strotzbüsch als weiteren Pfarreien. Nach dem Weggang von Pfarrer Carsten Rupp im Sommer 2017 war Becker zusätzlich mit der Leitung der Seelsorge beauftragt worden, während Dechant Klaus Kohnz die Pfarrverwaltung übernommen hatte.

„Dass es so lange dauern würde, bis ein neuer Pfarrer kommt, hätte ich mir damals nicht vorstellen können“, erklärt der Gemeindereferent. Und erinnert sich an das besonders intensive erste Jahr. Wobei das Engagement der Ehrenamtlichen, die Verantwortung übernommen hätten, großartig gewesen sei, vor allem aus den Reihen der Räte. Das pastorale Team und die weiteren Mitarbeiter hätten an einem Strang gezogen. So hätten Herausforderungen konstruktiv gemeistert werden können.

„Als alle Ereignisse des Kirchenjahres einmal durchlaufen waren, wurde es einfacher“, sagt der 47-Jährige – „wenn auch eine Reihe von Aufgaben zu bewältigen waren, die Neuland waren“, räumt Becker ein. Dazu gehörte auch, dass kürzlich die Fusion zu einer großen Pfarrei Gillenfeld zum 1. Januar 2022 beantragt wurde (der Trierische Volksfreund berichtete) – „und zwar einstimmig“, wie er betont. Dass gerade jetzt ein neuer Pfarrer komme – „das passt“, sagt Stefan Becker. Es sei genau der richtige Zeitpunkt. Wegen der Fusion. Aber auch wegen der Aufbauarbeit, die nach Corona zu leisten sei. Es sei doch einiges pandemiebedingt zum Erliegen gekommen. „Ich komme dazu und trete meinen Dienst gerne an“ – so beschreibt wiederum der neue Pfarrer seinen Einstieg.

Seit zehn Jahren ist Jonas Weller Priester (siehe Info). Die PG Gillenfeld ist seine erste Stelle als Pfarrer. Er stamme aus einem katholischen Elternhaus und habe in seiner Heimatpfarrei Pies­port eine glückliche Kindheit und Jugend erlebt, dabei überzeugende Priester kennengelernt, erzählt er dem TV. So habe sich der Wunsch, selbst Priester zu werden, immer mehr entwickelt – „als ein Beruf, bei dem man mit Menschen allen Alters und in allen Lebenslagen zu tun hat“, bringt der 36-Jährige seine Berufungsgeschichte auf den Punkt. Gleichzeitig entdeckte er seine Vorliebe zur Musik.

Seit seinem 14. Lebensjahr spielte er in Gottesdiensten die Orgel. In der Oberstufe des Landesmusik-Gymnasiums Montabaur standen Orgel, Klavier und Gesang auf seinem Stundenplan. Und zu Stefan Beckers Freude bringt Jonas Weller reichlich Erfahrung aus der Jugend-, Messdiener- und Pfadfinderarbeit aus seiner Kaplanszeit mit.

Unter den etwa 40 Stellenangeboten habe er die PG Gillenfeld an die erste Stelle gesetzt, erklärt Jonas Weller zu seiner Bewerbung um seine erste Pfarrstelle – im Kirchenjargon übrigens „Interessensbekundungsverfahren“ genannt. „Ich habe den Eindruck einer lebendigen Pfarreiengemeinschaft“, sagt Weller. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem pastoralen Team und den Ehrenamtlichen, auf den Religionsunterricht in der dritten Klasse an der Schule am Pulvermaar, auf das Kennenlernen der Menschen in den acht Pfarreien. Er möchte „mit den Menschen gehen, verlässlich für sie da sein und sie Gottes Nähe spüren lassen.“

Die Einführung von Pfarrer Jonas Weller ist am Sonntag, 29. August, um 15 Uhr in der St. Andreas-Pfarrkirche Gillenfeld. Näheres zur Teilnahme und zur Anmeldung findet sich auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft (www.pg-gillenfeld.de[Link auf http://www.pg-gillenfeld.de]) unter „Aktuelles“.