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Jubiläumsausgabe des Eifel-Rallyefestivals mit neuen Dörfern

Motorsport : Neue Dörfer beim großen Rallye-Spektakel in der Eifel

Im Juli werden Bodenbach, Borler, Steineberg, Demerath, Mosbruch und Köttelbach Teil der Jubiläumsausgabe des Eifel-Rallyefestivals sein.

Große Vorfreude herrscht in vielen Dörfern in der Vulkaneifel und in deren unmittelbarer Umgebung auf die zehnte Auflage des Eifel-Rallyefestivals vom 21. bis 23. Juli in und um Daun. Zur zehnten Auflage gehen die Macher des weltweit größten „rollenden Rallyemuseums“ für die Jubiläumsausgabe im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege.

Das gilt nicht nur für den Ablauf und die prominente Teilnehmerliste, sondern auch für den Streckenverlauf und die Highlights an den drei Tagen des Motorsport-Spektakels in der nördlichen Eifel. Nach zwei coronabedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021 wollen Tausende von Fans aus ganz Europa in diesem Jahr endlich wieder die Zeugen aus 50 Jahren Rallye-WM in den Wertungsprüfungen und auf der Dauner Rallyemeile bewundern und bestaunen können.

Das Eifel Rallyefestival: Stationen in Bodenbach und Borler

Los geht es bereits am Donnerstag, 21. Juli, in Bodenbach. Dort und in Borler findet im Juli zum ersten Mal der sogenannte „Shake down“ statt. Dieser „Shake down“ ist ein letzter Test zum Einstellen der Fahrzeuge unter Wettbewerbsbedingungen. Am Bürgerhaus in Bodenbach ist ein Serviceplatz für die Teilnehmer eingerichtet, wo man den Piloten aus nächster Nähe über die Schulter schauen kann. Bewirtschaftete Zuschauerplätze sorgen dafür, dass niemand verdursten oder verhungern muss.

Ortsbürgermeister Jürgen Krämer ist „selbst ein kleiner Rallye-Fan, seit ich mit dem Jürgen Lenarz als Co-Pilot mal eine Wertungsprüfung fahren durfte.“ Als Teil einer Wertungsprüfung war die Gemeinde in den letzten fünf Jahren vor Corona schon Teil des ERF gewesen, „aber der Shake down ist natürlich noch mal eine andere Nummer“, sagt Krämer. Die Streckenführung sei „auch etwas auf meinem Mist gewachsen, weil ich hier natürlich die Wege kenne und weiß, was der Rallyefreund sehen will.“

 Liebhaber röhrender Motoren und alter Kisten kommen beim ERF immer voll auf ihre Kosten – hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2018.
Liebhaber röhrender Motoren und alter Kisten kommen beim ERF immer voll auf ihre Kosten – hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2018. Foto: Jürgen C. Braun/Picasa

So ist eine attraktive Passage von 900 Metern Schotter- und Asphaltabschnitten am Stück einsehbar. Das ganze Dorf, das sind rund 220 Einwohner, sagt Krämer, helfe mit an diesem Tag. „Da packt jeder mit an. Viele sind ja in mehreren Vereinen.“ Zusammen mit den Vereinen und den beiden Feuerwehren aus Borler und Bodenbach werde man alles „gestemmt“ kriegen. „Und das, was dann übrig bleibt, wird gerecht verteilt.“

Was ERF-ZUschauer zwischen Steineberg und Demerath sehen können

Völlig neu in Bezug auf die Demonstrationsstrecken wird der Freitag (22. Juli) in diesem Jahr sein. Die Super-Stage zwischen Steineberg und Demerath ist einer der fahrerischen Höhepunkt des Festivals. Dort zeigen Piloten und Autos, was sie drauf haben und was ihre original „Kisten“ aus den letzten 50 Jahren noch an Wettbewerbs-Einsätzen leisten können. Diese Superstage wird am Freitagnachmittag zwischen Steineberg und Demerath ausgetragen. Entlang der spektakulären Schotterpassage mit vielen Driftmöglichkeiten befindet sich einer der Zuschauerpunkte.

ERF-Rundkurs zwischen Köttelbach und Mosbruch

Ganz besonders beliebt sind bei den Zuschauern der großen Rallye-Events die Rundkurse, weil dort jedes Fahrzeug gleich mehrere Male in Renntempo begutachtet werden kann. Diese Gelegenheit ist bei der ERF-Jubiläumsausgabe am Samstag zwischen Köttelbach und Mosbruch gegeben. Beide Dörfer gehören zu einem zuschauerfreundlichen Rundkurs, an dessen Ende noch eine Durchfahrt-Passage durch die Gemeinde stehen wird.

Auch der Bürgermeister von Mosbruch, Jürgen Gitzen, ist begeistert davon, dass seine Gemeinde ein Teil des Rallyefestivals wird: „Die Initiative ging eigentlich mehr von Köttelbacher Seite aus, da die Prüfung ja auf einer Gemarkung liegt. Die haben dann bei uns angefragt. Wir wollten vor zwei Jahren schon einmal in der Richtung tätig werden, aber dann kam ja Corona dazwischen. Schön, dass es jetzt klappt“, sagt Gitzen, der sich selbst als großen Rallye-Fan bezeichnet und Wert darauf legt, dass „wir einen sehr gut gelegenen Stand an der Prüfung haben.“

ERF-Veranstalter Anschütz ist begeistert vom Engagement der Eifeler

Otmar Anschütz, in Personalunion Vorsitzender des Motorsportclubs Daun und Organisationsleiter des Festivals, ist immer wieder begeistert davon, wie die Menschen in der Vulkaneifel Anteil nehmen und ein Teil der riesigen Veranstaltung werden wollen: „Viele Gemeinden kommen bereits mit einem fertigen Konzept auf uns zu, wie sich das vorstellen, dass ihre Gemeinde mitmacht. Schließlich profitieren ja in den Dörfern auch viele Vereine oder die Feuerwehren mit ihren Ständen von dem Besuch der Tausenden von Besuchern.“