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Jünkerath plant Photovoltaikanlage auf etwas mehr 14 Hektar

Regenerative Ernergien : Bei Jünkerath soll eine Photovoltaik-Anlage entstehen

Auf mehr als 14 Hektar soll die geplante Anlage Strom produzieren. Ein Teil der Fläche ist in Privatbesitz, der andere ist Gemeindeland.

Die Voraussetzung für die Errichtung der Sonnenkollektoren östlich und oberhalb des Ortsteils Jünkerath-Glaadt hat der Gemeinderat in seiner vorigen Sitzung bereits beschlossen: Ein Bebauungsplan für den geplanten „Solarpark Rabenberg“ wird aufgestellt, die Verwaltung ist beauftragt, den Aufstellungsbeschluss bekannt zu geben.

Das Areal sei in der seit 2015 rechtsgültigen Fassung des Flächennutzungsplanes als Sondergebiet für gebäudeunabhängige Photovoltaik-Anlagen ausgewiesen, teilt Ortsbürgermeister Norbert Bischof mit. „Erst vor kurzem ist ein Investor an uns herangetreten.“

Der Solarpark soll auf einer insgesamt 14,6 Hektar großen Fläche entstehen. Die geplante Anlage soll eine Nennleistung von bis zu 17 Megawatt haben und kann somit etwa 17,5 Millionen Kilowattsunden Strom jährlich produzieren. Die Einspeisung des Stroms soll über die Umspannwerke Feusdorf und Dahlem erfolgen, die Kosten des Bebauungsplans will der Investor tragen.

„Der größte Teil des Gebietes, 12 Hektar, ist in Privatbesitz, der betroffene Landwirt hat bereits seine Zustimmung gegeben“, sagt Bischof. Ein kleineres Stück des geplanten Solarparks (2,6 Hektar) liege auf Gemeindeland. Über Pachtsummen sei mit der Gemeinde noch nicht verhandelt worden, sagt Norbert Bischof.

Ein Bebauungsplan sei Voraussetzung für die Erzeugung erneuerbarer Energien mittels Photovoltaikanlagen, erklärt der Bürgermeister. „Im Gegensatz zur Errichtung von Windkraftanlagen muss bei Sonnenkollektoren immer ein Bauleitverfahren eröffnet werden.“ Beispielsweise sollten Solarparks lediglich an Autobahnen oder Schienenwegen entstehen - die ausgewiesene Fläche liegt an der Gleisstrecke zwischen Köln und Trier.

Darüber hinaus müsse das Vorhaben mit der aktuellen Kommunalplanung abgestimmt sein und sollte sich in in das Landschaftsbild eingliedern. Auch die Größe einer Bebauung mit Photovoltaik-Panelen ist vorgegeben: Sie muss mindestens fünf und darf höchstens 50 Hektar betragen.

Weiterhin sind Stellungnahmen aller Träger öffentlicher Belange, der Landwirtschaftskammer und von Behörden einzuholen, und das kann dauern. „Wir rechnen für die Erstellung des Bebauungsplans mit einem Zeitfenster von rund zwei Jahren“, sagt Norbert Bischof.

„Sobald der Plan steht, werden wir mit dem Bau der Anlage beginnen“, sagt Stefan Heun vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Kelkheim, der den Park in Zusammenarbeit mit dem Aachener Unternehmen „Triangel Energieprojekte“ betreiben wird. Mit dem Landwirt, dem Eigentümer der weitaus größeren Fläche, habe man sich bereits geeinigt, sagt Heun, „mit der Gemeinde haben wir noch nicht über eine Pacht verhandelt“.

Auch in Zukunft sei man an geeigneten Flächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien in der Eifel interessiert: „Wenn alle Umstände stimmen, um ein Projekt auch sinnvoll umzusetzen – und die Bevölkerung die Sache positiv aufnimmt“, sagt Heun.