Jugendliche engagieren sich im Kreis Vulkaneifel mit sozialen Projekten.

Soziales : Jugendliche legen sich ins Zeug

Bei der 72-Stunden-Aktion engagieren sich Jugendliche drei Tage mit sozialen Projekten in ihren Gemeinden. Jeder kann mithelfen! Wie das geht,  können Sie hier lesen.

In 72 Stunden ein soziales Projekt stemmen, das die Welt ein bisschen besser macht? Dieser Aufgabe stellen sich in der Vulkaneifel sieben Gruppen, die aus über 200 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestehen.

Die Aktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ wurde 2004 vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ins Leben gerufen. 2019 findet die Aktion zum vierten Mal statt. Ökologische, soziale, handwerkliche, integrative und inklusive Projekte werden dabei von den Gruppen angegangen.

 Isabel Eckfelder ist Leiterin des Koordinierungskreises Bitburg-Prüm. Sie sagt, dass die längeren Abstände dazwischen bewusst so gewählt wurden. „Es soll spannend für die Teilnehmer bleiben und ist zudem mit einem sehr hohen organisatorischen Aufwand verbunden.“ Diese Organisation auf regionaler Ebene liegt in den einzelnen Diözesen, die wiederum Koodinierungskreise (KoK) bilden. Im Bistum Trier sind das acht Kreise, die aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bestehen. In der Vulkaneifel bildete man keinen eigenen KoK, sondern griff auf die Fachkonferenz Jugend zurück, die ohnehin mehrmals im Jahr tagt. Seit Mai 2018 konnten sich die einzelnen Gruppen für die 72-Stunden-Aktion anmelden. Dabei können sie wählen, ob sie ein bestimmtes Projekt (Do-It) verfolgen möchten oder ein bis zum Starttag geheimes Unternehmen (Get-It) angehen wollen.

Die einzelnen Projekte werden gemeinsam oder von den jeweiligen Referenten der Gruppen erarbeitet. „Wir versuchen dabei den schmalen Grat zwischen Herausforderung und Überforderung nicht zu überschreiten“, sagt Eckfelder. Am Ende sollen alle Gruppen Spaß haben und voll in der Aufgabe aufgehen, wobei sie natürlich auf tatkräftige oder finanzielle Hilfe aus der Gemeinde angewiesen sind. Los geht es am Donnerstag, 23. Mai, um 17.07 Uhr in den einzelnen Aktionszentralen. Schluss ist am Sonntag, 26. Mai, ebenfalls um 17.07 Uhr.

Diese sieben Gruppen nehmen in diesem Jahr an der 72-Stunden Aktion teil:

Gerolstein „Schleuse und Friends 2.0“

Die Gruppe setzt sich zusammen aus Messdienern und Kindern ohne katholischen Hintergrund. Gemeinsam gehen sie ein nachhaltiges Projekt an und legen eine Blumenwiese an, bauen Nistkästen und Insektenhotels. Auf einem Demeterhof stellen sie außerdem Rhabarbersaft her. Unterstützer, etwa mit Rhabarber-Spenden, können sich unter Telefon 06594/9219815 melden.

Gillenfeld „Hüttenfeld PG Gillenfeld“

Frisch gefirmte Jugendliche möchten sich bei der Aktion um die Hütte zwischen den Maaren bei Gillenfeld kümmern. 15 junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren beteiligen sich an dem Projekt. Dabei legen sie einen Niedrigseil-Parcours an, sähen Blumenwiesen für Wildbienen aus und bauen Insektenhotels und Nistkästen. Unterstützer können sich unter Telefon 0151/53831269 melden.

Gillenfeld Messdiener und Jugendliche

Eine zweite Gruppe in Gillenfeld lässt sich zum Aktionsbeginn mit einer Get-It-Aufgabe überraschen. 29 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren, teilweise Messdiener, teils bunt zusammengewürfelt, nehmen hier an der Aktion teil. Materielle und finanzielle Hilfe ist gern gesehen, für weitere Informationen steht Sandra Pfeil zur Verfügung.

Kelberg „KJG Kelberg“

Die katholische Jugendgruppe engagiert sich mit rund 15 Teilnehmern zwischen 15 und 22 Jahren. Die Zentrale, in der sich Unterstützer melden können, ist im Pfarrheim in Kelberg. Die Gruppe hat sich für ein Do-It-Projekt entschieden und möchten den Personen, die am Wochenende etwa im Rettungsdienst, bei der Feuerwehr, als (Alten-) Pfleger oder auch in Geschäften arbeiten müssen, bedanken. Dafür werden kleine Geschenke zusammengestellt, die dann am Samstag und Sonntag persönlich überreicht werden. Zudem soll die christliche Bedeutung des Sonntags genauer betrachtet werden.

Hillesheim „Stamm Balu“

Die Pfadfindergruppe „Stamm Balu“ aus Hillesheim stellt mit 110 Teilnehmern die größte Gruppe dar. Die Kinder sind zwischen sieben und 17 Jahren alt. Für die Pfadfinder ist das Projekt noch geheim und wurde von fünf Leitern in einem Arbeitskreis während des letzten halben Jahres vorbereitet.

Niederehe „Kerpener Kinder und Jugendliche“

Die Gruppe aus Niederehe möchte das Kerpener Jugendhaus renovieren und ein Konzept entwickeln, wie das Haus in Zukunft besser genutzt werden kann, ohne dass größere Konflikte entstehen. Im Vorfeld gab es eine Analyse bei Familien mit Kindern, wie sie zu den Räumen stehen, weswegen man sich entschied, an dem schlechten Image etwas zu ändern. An der Aktion nehmen zehn Jugendliche teil, weiterer Teilnehmer dürfen hinzustoßen. Unterstützer können sich unter Telefon 02696/9319919 melden.

Daun „Jugend St. Nikolaus“

Für sie wird es heute spannend: Jugendliche aus einer der Gillenfelder Gruppen bei einem Planungstreffen an der Hütte zwischen den Maaren bei Immerath. Foto: TV/Stefan Becker

Die Dauner Gruppe besteht aus sechs Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren. Die meisten sind in der Pfarrei aktiv. Allerdings hat sich die Gruppe bisher noch nicht in voller Stärke getroffen. Die Jugendlichen bekommen ein Get-It-Projekt, das von einem Vorbereitungsteam geplant wurde. Spontane Unterstützer können sich im Dauner Pfarrheim melden.

Mehr von Volksfreund