Jugendsportnacht in Hillesheim erfreut sich wachsender Beliebtheit

Jugendsportnacht in Hillesheim erfreut sich wachsender Beliebtheit

Einmal im Monat treffen sich bis zu 40 Jugendliche in den Hillesheimer Sporthallen, um sich freitagnachts auszutoben. Ein Viertel der Teilnehmer kommt aus den umliegenden Verbandsgemeinden (VG). Jugendpfleger Daniel Gellermann fordert, dass alle VG ihr Angebot anpassen

Hillesheim. (vog) In der Turnhalle der Hauptschule wird Fußball gespielt und in der Grundschulhalle geklettert. Kimmy Wichmann aus Kall ist regelmäßige Teilnehmerin. Die 17-Jährige erklärt: "Bis vor zwei Jahren habe ich in Nohn gewohnt. Hier kann ich alte Freunde treffen."

Auch Kevin Schmitz ist seit dem Start der Jugendsportnacht in 2005 "immer dabei". Der 17-Jährige meint: "Fußball ist am angesagtesten, sonst kriegt man ja nicht genug Leute zusammen."

"Man spürt, dass etwas in Bewegung kommt"



Jugendpfleger Gellermann ist das Angebot der monatlichen Sportnacht ein Herzensanliegen: "Ich gebe nicht auf, die Jugendlichen immer wieder anzusprechen. Ein Drittel der Teilnehmer würde sonst am Freitagabend am Busbahnhof rumhängen." Das regelmäßige monatliche Angebot ist viel Arbeit. Deshalb wünscht sich Gellermann eine Ausweitung in den Nachbar-VG. Er sagt: "In den anderen Kommunen wird die Sportnacht maximal zweimal im Jahr angeboten. Würden alle monatlich mitmachen, könnten die Jugendlichen jede Woche daran teilnehmen."

Rund ein Viertel der 40 jungen Teilnehmer (im Kern zwischen 13 und 18 Jahre alt) komme aus den VG Daun, Gerolstein und Obere Kyll. Das Hillesheimer Angebot habe sich herumgesprochen, weil Gellermann die Termine in den weiterführenden Schulen aushängt.

Es gibt aber noch andere Schwierigkeiten mit der Sportnacht (freitags von 20 Uhr bis Mitternacht). Gellermann: "Leider haben wir nirgendwo Hallenrecht und sind auf das Entgegenkommen der Vereine angewiesen. Im Sommer läuft es ganz gut, aber im Winter ist es wegen der vielen Indoor-Trainingseinheiten oft schwierig." Dabei sei das Ziel der Sportnacht die Integration der Jugendlichen in Vereine.

"Groß dabei" (O-Ton Gellermann) seien die Pfadfinder, manchmal der FC Oberbettingen, und neu hätten sich der Tischtennisclub Ahbach und die Speedminton-Crew Eifel-Geckos angedockt. Der Jugendpfleger freut sich: "Man spürt, dass was in Bewegung kommt."

Zur Sportnacht ist keine Anmeldung nötig, aber die Einhaltung von strikten Regeln ist absolute Bedingung. Kein Alkohol, kein Nikotin, keine sonstigen Drogen, keine Beleidigungen, Fair-Play pur.

Vor kurzem wurden die Regeln von einigen missachtet. Gellermann griff sofort durch und brach die Sportnacht um 21.15 Uhr ab. Etliche Jugendliche waren sauer. Doch der Jugendpfleger bleibt konsequent: "Es gibt die Sportnacht nur zu den genannten Bedingungen." Training quasi fürs Leben statt für die Muskeln ist bei der Sportnacht inbegriffen.