1. Region
  2. Vulkaneifel

Jungs und Mädels im Härtetest

Jungs und Mädels im Härtetest

Staub, Dreck, Krach und harte Kerle: Mit mehr Teams als im vergangenem Jahr wurde das dritte Enduro Rennen in Winkel veranstaltet. 174 Teilnehmer aus Deutschland, den Beneluxstaaten und Österreich lieferten sich auf einer anspruchsvollen Strecke mit vielen Hindernissen ein packendes Fünf- Stunden Rennen.

Winkel. Wird die kleine Eifelgemeinde Winkel noch zu einem Mekka des Enduro Rennsports? Wenn man die Teilnehmerzahl in diesem Jahr sieht und wie schnell die Plätze vergeben waren, hat es schon den Anschein.
Eigentlich sollten nur 70 Teamplätze mit je zwei Teilnehmern vergeben werden, doch die Nachfrage war so groß, dass die Veranstalter, die Gemeinde Winkel, die Feuerwehr Winkel und das Enduro Racing Team Vulkaneifel die Teamzahl um weitere zehn aufstockten. Doch auch das reichte nicht.
"Es gab so viele Interessenten, so dass wir noch mal etwas aufstocken mussten", erklärt Ortsbürgermeister Jörg Prescher. Was da 2011 noch im Kleinen mit 70 Teilnehmern begann, hat eine enorme Anziehungskraft bekommen, sowohl von Teilnehmern als auch von Zuschauern. Und das hat seinen Grund.
Die Strecke wurde auf Grund von mehr Teilnehmern nun noch einmal um 1,5 Kilometer auf nun sechs Kilometer verlängert. "Wir mussten das einfach tun, damit die Teilnehmer auf der Strecke Platz finden", erklärt Jörg Prescher. Das bedingte natürlich auch neue Hindernisse. Betonröhren, Erdwälle, Baumstämme und Reifen mussten die harten Jungs und einige Mädels überwinden und da gibt es noch die "Ley".
Steile Wände und fiese Wurzeln


Der Steinbruch mit seiner hammerharten und steilen Felswand war die Herausforderung für viele Fahrer. Einige stürzten, andere bretterten mit vollen Karacho die steile Wand ohne Schwierigkeiten hoch. "Die Strecke ist deutlich anspruchsvoller als im letzten Jahr. Es gibt viele freigelegte Wurzeln an den Hängen und die sind verdammt schwierig", sagt Christian Kollis aus Monreal, der die Strecke als Streckenwart öfter befuhr.
Auch Thomas Goltz aus Goch am Niederrhein, der zum ersten Male in Winkel dabei war, lobt die Strecke. "Sie ist wirklich wunderbar und flüssig zu fahren und sie hat schon einen gewissen Anspruch", sagt der 43-Jährige. Die Brücke im Wald mit Tempo zu befahren, das hat er sich aber gespart, wie andere in weiser Voraussicht auch. "Aus dem Alter bin ich heraus, das ich da rüber fliegen muss", sagt Goltz.
Extra

Als Enduros werden im deutschsprachigen Raum geländegängige Motorräder bezeichnet. Die Maschinen haben eine Straßenzulassung und sind mit allen dafür nötigen Sicherheitsmerkmalen ausgerüstet. Typisch für eine Enduro ist eine relativ aufrechte Sitzposition, die es mit einem idealen Kniewinkel den Fahrern ermöglicht, bei Fahrten im Gelände flexibel zu reagieren. Enduromaschinen sind ähnlich aufgebaut wie Motocrossräder, ihre Leistungsfähigkeit ist aber eher auf Langstreckenfahrten als auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Charakteristisch für Enduros sind auch die hochliegenden Auspuffanlagen und starken Reifenprofile. red