Kalt war's, aber Spaß hat's gemacht

Einmal in die Lüfte gehen und die wunderschöne Vulkaneifel von oben betrachten oder sich alles rund ums Fliegen anschauen und erklären lassen, das war möglich beim Flugplatzfest des Segelflugvereins Vulkaneifel auf dem Flugplatz Senheld.

Daun. "Das war arg kalt da oben, aber Spaß hat es gemacht", sagt Alex Hommes aus Boverath. Gerade hat er sich auf dem Rücksitz eines Gyro-Copters aus 500 Metern Höhe die Maare angeschaut.

Mit 120 Stundenkilometern in 3000 Metern Höhe



Pilot und Besitzer Barthel Cülter ist stolz auf seinen Tragschrauber, der es mit seinen 115 PS auf eine Flughöhe von 4000 Metern bringen kann, aber als Ultraleichtflieger nur 3000 Meter steigen darf.

"Etwa 120 Stundenkilometer schnell kann ich fliegen", sagt er und nennt als Preisvorstellung für das Gerät nur, dass es einem Mittelklasse-Mercedes entspricht.

Kunstflugvorführungen mit Motor- und Segelflugzeugen, Hubschraubervorführungen und Fallschirmspringer, Tragschraubervorführungen, Rundflüge mit Segel-, Ultraleicht- und Motorflugzeugen standen auf dem Programm des Segelflugvereins Vulkaneifel bei seinem Flugplatzfest auf dem Flugplatz Senheld.

Auch aus Kirn und Kell am See waren andere Flugsportfreunde gekommen und zeigten am Eifelhimmel schöne Manöver. "Schon am Samstag war im Vergleich zu den Vorjahren viel los. Wir hatten an diesem Tag allein 160 Flugbewegungen", freut sich Vereinsvorsitzender Günter Fügen.

Auch am Sonntag mit herrlichem Sommerwetter setzte sich der gute Zuschauerandrang fort. Segelflugmanöver mit Loopings und Rollen, Fallschirmspringer und zwei Doppeldecker sorgten für Spaß und steife Nacken. Josef Bertram aus Elz bei Montabaur präsentierte seine Pitts Spezial, die bis in die neunziger Jahre bei Weltmeisterschaften für Rekorde sorgte. Rund 300 Stundenkilometer schnell ist die kleine Doppeldeckermaschine und zeigte mit einem langen Rauchschweif über den Maaren, was sie kann.

Was macht die Faszination Kunstflug für den Flieger? "Wenn man es erklären könnte, würde es wahrscheinlich keinen Spaß mehr machen", sagt Josef Bertram.