Kandidaten-Nachschub

Des einen Leid, des anderen Freud: Für die CDU des Kreises Daun tun sich nach der Niederlage des Herrn Holkenbrink bei der Trierer Oberbürgermeister-Wahl völlig neue Perspektiven auf. Viele veritable Kandidaten kommen wie Kai aus der Kiste.

Deshalb sollte Vorsitzender Herbert Schneiders seinen derzeitigen Arbeitsplatz in einer großen Lagerhalle, die angemietet werden musste, um die bisherigen Bewerbungsschreiben lagern zu können, verlassen und in seinem Büro in der Geschäftsstelle die neue Lage sondieren. Wie wäre es mit Ulrich Holkenbrink? Mit 33 Prozent doch nur haarscharf am Sieg vorbeigeschrammt, sollte er eine zweite Chance bekommen. Mit etwas mehr als 60 000 Einwohnern ist der Kreis etwas kleiner als Trier, aber viel gemütlicher. Oder was ist mit Georg Bernarding? Einst Kronprinz in Trier, musste er gegen Holkenbrink zurückstecken. Ein unverbrauchter Mann also, der den Amtsinhaber bestimmt richtig hart angehen würde. Und wenn die Herren nicht wollen, muss eben eine Dame ran: Christiane Horsch, Wirtschaftsdezernentin in Trier, der aber der neue OB den Job wegnehmen will. So einen Laden wie den Kreis Daun schmeißt die ganz locker, und nebenbei wäre Heike Bohn auch nicht mehr so einsam in den Bürgermeister-Dienstbesprechungen beim Landrat (respektive künftig Landrätin). Bliebe noch Christoph Böhr. Für den Sprung auf den Ministerpräsidenten-Sessel hat es nicht ganz gereicht, und mit einer Anschluss-Beschäftigung will es nicht so richtig klappen. Landrat in Daun, das wär doch was: Kein Stress, sicheres Einkommen, Dienstwagen, pflegeleichte Untertanen... Böhr kann ja mal Albert Nell anrufen, der wird ihm alle Vorzüge bestätigen. Es bleibt spannend, und Kandidaten-Namen habe ich noch viele auf Lager. Mal gucken, ob die CDU einen von meinen Vorschlägen nimmt.