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Kartoffelchips in St.-Andreas-Kirche geröstet: Vandalismus in Gillenfelder Gotteshaus häuft sich - Unbekannte zündeln in Gotteshaus

Kartoffelchips in St.-Andreas-Kirche geröstet: Vandalismus in Gillenfelder Gotteshaus häuft sich - Unbekannte zündeln in Gotteshaus

Unbekannte haben in der Pfarrkirche St. Andreas in Gillenfeld zum wiederholten Male Schäden angerichtet. Diesmal wurde sogar gezündelt. Die Zerstörungen haben finanzielle Folgen für die Kirchengemeinde.

Gillenfeld. Pastor Carsten Rupp war gerade nicht anwesend, da ist es wieder passiert: Unbekannte Täter haben vor einigen Tagen Schäden in der Pfarrkirche St. Andreas in Gillenfeld verursacht - nicht zum ersten Mal.
Beim jüngsten Vorfall wurden aus einem Gebetbuch mehrere Seiten herausgerissen und diese an Kerzen entzündet. Zum anderen wurde das Sitzpolster und der Boden mit Kerzenwachs verunreinigt. Außerdem rösteten die Unbekannten Kartoffelchips über den brennenden Kerzen. "In jüngster Vergangenheit gab es einige Vorfälle. Auch in der Grotte in der Nähe der Kirche wird öfter Unsinn mit den Kerzen gemacht. So wird manchmal Sand in die Grablichter geschüttet", erzählt der Pastor.
Das war nicht der erste Fall: Laut Polizei ist die Kirche und ihr Umfeld "bereits mehrfach von Vandalen heimgesucht worden".Picknick in der Kirche


Vor ein paar Wochen hat Küsterin Anne Letsch ein paar Kinder ertappt, die in der Kirche eine Art Picknick mit Chips und Cola und brennenden Kerzen gemacht haben. "Das war ein Durcheinander in der Kirche", erinnert sie sich. Die Zerstörungen haben auch finanzielle Folgen für die Kirchengemeinde. "Die Messdienerbankauflage müssen wir wohl erneuern, weil sie verbrannt und mit Wachs voll ist, das Gotteslob und die Kerzen müssen wir auch ersetzen. Die Täter müssen doch auch bedenken, ihre Taten verursachen anderen viel Arbeit. Die Küsterin hat stundenlang den Boden sauber machen müssen", sagt Pastor Rupp.
Anne Letsch hat kein Verständnis für die Taten. "Das ist pure Langeweile, die wissen nichts mit ihrer Zeit anzufangen", sagt sie.
Die Pfarrkirche ist praktisch den ganzen Tag geöffnet. Daran will man auch nicht rütteln: "Die Kirche immer abschließen hat keinen Sinn", meint Pastor Rupp.
Immerhin, Leute aus dem Dorf haben sich angewöhnt, öfter an der Grotte vorbei zuschauen und die Kirche zu besuchen, um zumindest eine zeitweilige Überwachung zu haben. "Das klappt automatisch", sagt Rupp.