Karussells, Musik und eine einsame Ente - Tausende Besucher bei St.-Anna-Kirmes in Gerolstein

Karussells, Musik und eine einsame Ente - Tausende Besucher bei St.-Anna-Kirmes in Gerolstein

Wie bereits im vergangenen Jahr sind sowohl die Veranstalter als auch die Kirmes-Betreiber mit dem Ergebnis der Fusion aus Stadtfest, Rummelplatz, Trödelmarkt und langem Einkaufsamstag hoch zufrieden.

Gerolstein. Über den Erfolg einer Veranstaltung stimmen die Besucher bekanntlich mit den Füßen ab - und anhand des diesjährigen Wahlergebnisses sind bei den Verantwortlichen der Stadt, der Touristik- und Wirtschaftsförderung (TW) Gerolsteiner Land, dem Gewerbeverein und dem Tourismusverein (TVV) Vulkaneifel ausschließlich zufriedene Gesichter zu sehen.

"Noch können wir keine abschließenden Zahlen nennen", sagt Hans-Hermann Grewe vom Gewerbeverein Geroteam am Sonntag. "Doch ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen können."
Die Bühne und die Gastronomie auf der Postbrücke, die sich über das Kirmesgelände an der Kyll spannt, sei auch diesmal der gefühlte Mittelpunkt der viertägigen Veranstaltung, empfinden Grewe und TW-Geschäftsführer Hans-Peter Böffgen.

"Dazu hat das gute Musikprogramm beigetragen und natürlich auch die Gelegenheit, auf der Brücke weiter zu feiern, auch wenn Kirmesbuden und Fahrgeschäfte schon geschlossen hatten." Bei dem anhaltend guten Wetter der vergangenen Tage durften sich auch die Aussteller auf dem Trödelmarkt und Gewerbetreibende, die am Samstag ihre Geschäfte länger geöffnet hielten, über gute Resonanz freuen.

"Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden und wollen bei diesem Konzept bleiben", sagt Hans-Peter Böffgen.
Der Erfolg reize durchaus dazu, mit dem Gedanken zu spielen, beispielsweise die Kirmes zu vergrößern und Platz für ein weiteres großes Fahrgeschäft bereitzustellen. "Doch wir wollen zu diesem Zeitpunkt keine Experimente wagen, die das Konzept wieder verwässern. Es ist gut so, wie es jetzt ist."

Voraussichtlich im kommenden Jahr müsse sich das Planungsteam aus anderem Grunde auf Veränderungen einstellen, denn es stünde der Umbau des Kyllufers entlang des Bahnhofsgebäudes an. "Dann wird der Platz zwischen Bahnhof und Kyll offener gestaltet. Der Veranstaltung beschert das einen zusätzlichen attraktiven Platz unmittelbar am Kyllufer."

So ließe sich auch das Entenrennen auf der Kyll besser beobachten - "ein Gewinn", sagt Böffgen. Apropos Entenrennen: Insgesamt gingen am Sonntag 1250 Rennenten an den Start und damit um 400 mehr als 2015. Den Schnabel ganz vorn hatte ausgerechnet eine der gelben Quietsche-Enten, die der Tourismusverein Vulkaneifel (TTV) gesponsert hatte.

Den Hauptgewinn, einen Rundflug über die Eifel für drei Personen, gibt der TVV gerne weiter. Wer ein Foto einer Ente an die E-Mail-Adresse des Gewerbevereins schickt ( info@geroteam.de ), ergattert den Rundflug.
"Dabei ist es egal, ob es sich um eine Stoffente, eine echte Ente oder um das Auto handelt", sagt Hans-Herrmann Grewe. "Hauptsache Ente."

Die Besitzer der Rennenten, die in Gerolstein den zweiten und dritten Platz belegten, waren bei der Preisübergabe nicht anwesend. Es sind Lotte Hau aus Arzfeld (Platz zwei, Startnummer 667) und Yanik Hahn aus Wuppertal (Platz drei, Startnummer 649). Die Gutscheine können in der Tourist-Information, Bahnhofstraße 4, Gerolstein abgeholt werden.

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