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Kein Hund möge die Dinger essen

Kein Hund möge die Dinger essen

Um die Geschichte, wie die Kartoffel in die Eifel kam, geht es in einem Theaterstück der Spielleute zu Hillesheim. Dieses wird am Samstag, 12. Juli, um 15.30 Uhr im Café Mausefalle in Neroth präsentiert.

Hillesheim. Die "Spielleute zu Hillesheim" treten mit dem heiteren Einakter "Wie die Kartoffel in die Eifel kam" erneut auf: Am Samstag, 12. Juli, heißt es um 15.30 Uhr im CaféMausefalle in Neroth Bühne frei für die Theatergruppe. Im Rheinland reagierten die Menschen mit Unbehagen auf die Schromperen, wie der Eifeler sie nennt. Die ersten eingehenden Verordnungen für den Kartoffelanbau stammen in Kurtrier aus dem Jahr 1737. Die Spanier brachten die Knollen aus den südamerikanischen Anden im 16. Jahrhundert mit nach Europa. Die Kartoffel nahm einen langen Weg, bis sie in die Kochtöpfe der oftmals hungernden Bevölkerung kam. In den preußischen Amtsdörfern sah man um 1780 die ersten Kartoffelfelder, die auf eine königliche Spende des preußischen Königs Friedrich II. (1740-1786), auch Alter Fritz genannt, zurückzuführen sind. Er ließ die Knollen 1745 durch Ratsdiener und Landreiter lautstark an seine Bauern verteilen, was zunächst ein Misserfolg blieb. "Kein Hund möge die Dinger essen", hieß es bei den misstrauischen Bauern. "Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln" hieß es oftmals im Manöver. Stapfte eine Truppe Soldaten durch einen Acker, kam wegen Flurschäden der Befehl: "Raus aus den Kartoffeln". red