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Kommunalpolitik: Kein Konkurrent in Sicht: Solo für Marder?

Kommunalpolitik : Kein Konkurrent in Sicht: Solo für Marder?

Vorstand des CDU-Stadtverbands Daun schlägt Friedhelm Marder als Kandidat für die Stadtbürgermeisterwahl am 26. Mai vor. Die Mitglieder entscheiden am 22. Februar über den Vorschlag der Parteispitze.

„Endlich wieder ein Stadtbürgermeister aus den eigenen Reihen“: Das wünscht sich der Vorsitzende des christdemokratischen Stadtverbands Daun, Dieter Brill, für die Kommunalwahl in gut drei Monaten. Er erinnert an die Zeiten, als die CDU-Männer Ferdinand Kettenhofen und Theo Fries amtierten, aber mittlerweile ist es doch schon ein paar Jährchen her, dass die Partei das Stadtoberhaupt gestellt hat. Genauer gesagt, 20 Jahre her: Zuletzt war es Heinz Mengelkoch, der von 1993 bis 1999 Stadtbürgermeister war.

Zwar hat der seit 2014 amtierende Stadtbürgermeister Martin Robrecht auch ein „schwarzes“ Parteibuch, trat aber vor nun bald fünf Jahren als unabhängiger Bewerber an und besiegte in der Stichwahl den CDU-Kandidaten Gerd Becker. Robrecht hatte im Herbst 2017 erklärt, er werde bei der Kommunalwahl 2019 nicht für eine Wiederwahl kandidieren. Seine Nachfolge soll, geht es nach dem Vorstand des CDU-Stadtverbands, der derzeitige 1. Beigeordnete der Stadt, Friedhelm Marder, antreten. Diesen Personalvorschlag wird der Vorstand den Mitgliedern bei einer Versammlung am 22. Februar machen. Bekommt Marder von ihnen die von ihm als Voraussetzung für seine Kandidatur gewünschte Unterstützung, wovon auszugehen ist, kann der Wahlkampf beginnen. Obwohl: Ein echter Wahlkampf mit mehreren Bewerbern ist nach derzeitigem Stand nicht in Sicht. Aus den Reihen der Stadtratsfraktionen wird  mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Kandidat kommen.

Marder, Jahrgang 1959, stammt aus Neroth und wohnt seit 35 Jahren in Daun. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne. Beruflich ist er für die Organisation des Teams von Haustechnikern zuständig, das die Schulen in Kreisträgerschaft in Daun betreut, und zu dem auch er gehört. Auf der kommunalpolitischen Bühne der Kreisstadt ist er seit 2007 aktiv. Zunächst als Mitglied, dann als Sprecher der CDU-Fraktion. Seit 2014 ist er 1. Beigeordneter. Er weiß also, was ihn erwartet, sollte er gewählt werden: ein sehr arbeitsintensives Ehrenamt.