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Kein Neubau für die Feuerwehr: Kleine Lösung 1 000 000 Euro billiger

Kein Neubau für die Feuerwehr: Kleine Lösung 1 000 000 Euro billiger

Mehr Platz für die Kameraden: Das Feuerwehrhaus in der Aachener Straße in Hillesheim wird für schätzungsweise 120 000 Euro umgebaut. Die ebenfalls diskutierte Neubauvariante, die das Zehnfache gekostet hätte, ist vom Tisch.

Hillesheim. Seit Jahren plagen die Hillesheimer Wehr Platzprobleme. Mittlerweile verfügt sie über sieben Fahrzeuge, die im Feuerwehrhaus in der Aachener Straße untergebracht werden müssen. Und eben über 25 Nachwuchskräfte und 50 aktive Wehrleute. Das ist einerseits ein erfreulicher Umstand, andererseits geht es vor allem bei Einsätzen "recht eng und auch schon mal hektisch zu", wie Helmut Schmitz, erster Beigeordneter und ehemaliger Kreisfeuerwehrinspekteur, sagt. Denn: Die Spinde, an denen sich die Kameraden umziehen, stehen dicht bei dicht und vor allem in unmittelbarer Nähe der Einsatzfahrzeuge in der großen Halle. Schmitz: "Wenn die einen dann schon auf ihr Fahrzeug wollen, während die anderen sich noch umziehen, wird es problematisch. Denn angesichts der Einsatzgrundzeit von acht Minuten muss alles schnell gehen."
Arbeiten beginnen in diesem Jahr


Abhilfe soll nun ein Umbau des Gebäudes schaffen. "Es ist geplant, die hintere Fahrzeughalle komplett in einen großen Umkleideraum samt Sanitäreinrichtungen zu verwandeln", sagt Herbert Mastiaux, Büroleiter im Rathaus in Hillesheim. Die dort stationierten Fahrzeuge sollen künftig in dem Trakt untergebracht werden, den derzeit noch die VG-Werke nutzen. Das Problem laut Mastiaux: "Wir haben für die Werke noch kein neues Quartier. Aber das wird sich finden."
Die ersten Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, die Feuerwehr steuert Eigenleistung im Wert von 20 000 Euro bei. "Kein Problem angesichts von 50 Kameraden", sagt Hillesheims Wehrführer Helmut Schlösser. Die Mannschaft würde die neue Lösung herbeisehnen, "denn derzeit ist es gerade bei Einsätzen eng und unübersichtlich, so dass sich die Kameraden gerade einmal einen halben Meter von den Fahrzeugen entfernt umziehen müssen. Und sie stehen in den Abgasen".
Künftig werde es, hofft Schlösser, "deutlich entspannter zugehen". Die neue Lösung sei zwar "kein Luxus, aber eine deutliche Verbesserung". Und die Wehr hat auch Verständnis dafür, dass es mit einem deutlich teureren Neubau nichts wird. So sagt Schlösser in Anspielung auf die Kommunalreform und eventuelle Zusammenlegungen von Feuerwehrstandorten: "Wer weiß, was in drei Jahren ist?" Beigeordneter Schmitz schlägt in die gleiche Kerbe: "Diese Lösung ist für die Verbandsgemeinde mit Abstand die kostengünstigste Variante."
Nicht mehr weiterverfolgt werden die anderen drei, ebenfalls ins Auge gefassten Varianten. Das ist erstens ein Neubau im Hillesheimer Industriegebiet. Eine erste Schätzung hat laut Büroleiter Mastiaux ergeben, dass die Kosten bei rund 1,2 Millionen Euro liegen würden. Variante zwei wäre ein Umbau des jetzigen Feuerwehrhauses samt Umbau und Mitnutzung der dahinterliegenden ehemaligen Bürgermeister-Wohnung gewesen. Die ist mit 380 000 Euro kalkuliert und wieder fallen gelassen worden. Ein Grund: Die Wohnung liegt eine Etage höher als die Feuerwehrgebäude, und sie ist vermietet. Kurz darüber nachgedacht, aber nicht weiterverfolgt wurde die Alternative, einen Teil der Fahrzeuge an einem zweiten Standort unterzubringen. Schmitz sagt: "Das bringt nur Durcheinander."