Keine Discozelte mehr

Feiern ja, aber nur noch drinnen: Nach dem Willen des Hillesheimer Stadtrats wird es auf dem Platz vor der Markthalle kein Discozelt mehr geben. Damit reagiert die Stadt auf Beschwerden von Anwohnern, die sich durch den Lärm gestört fühlen.

Wenn in oder vor allem vor Hillesheims Markthalle gefeiert wurde, dann vibrierten schon einmal die Blumentöpfe auf den Fensterbänken der umliegenden Häuser. Doch damit soll nun Schluss sein. Das hat Hillesheims Stadtbürgermeister Matthias Stein in der jüngsten Stadtratssitzung angekündigt. "Fakt ist definitiv, als Disco wird ein Zelt vor der Halle nicht mehr genehmigt. Das werde ich nicht mehr unterschreiben."Auch das Ordnungsamt habe erklärt, dass man ein Discozelt nicht mehr zulassen werde. Denn sonst bekomme man wegen des Lärms irgendwann auch ein Problem mit der Markthalle als solche. Bislang habe vor allem ein örtlicher Gastronom die Halle samt Discozelt für Partys genutzt, sagt Stein. Drei- bis viermal im Jahr hätten die Veranstaltungen stattgefunden. "Das Problem sind die Bässe", sagt Stein. Wenn beispielweise Jugendliche am frühen Morgen die Halle reinigen, "dann drehen die bis hinten wieder auf, bis auf den Fensterbänken die Blumentöpfe wackeln. Und das kann es ja nicht sein." Deshalb müsse man alles daran setzen, dass dort alles genau nach den Regeln ablaufe, "denn sonst bekommen wir ein großes Problem." Grundsätzlich gelte auch für die Halle der Nachtlärm, der bei 55 Dezibel liege, und dieser dürfe nicht überschritten werden.Zelte vor der Halle sollen aber weiterhin grundsätzlich möglich sein, etwa wenn sie nur für das Catering genutzt werden. "Damit habe ich überhaupt kein Problem", sagt Stein.Ebenfalls diskutiert wurde die Frage, ob es einen eigens beauftragten Markt- und Messehallenwart geben soll, der auf 400-Euro-Basis eingestellt werden könnte. Das hatte die FWG beantragt. Dieser solle die Übergaben der Halle sowie der Technik an die Veranstalter machen und im Anschluss die ordnungsgemäße Rückgabe kontrollieren. Bislang, sagt Stein, werde die Übergabe von einem Gemeindearbeiter gemacht. Ist etwas beschädigt, werde es umgehend erneuert und dem Verursacher in Rechnung gestellt, sagt Stein. "Einen eigenen Messehallenwart werde ich nicht einstellen." Man habe bereits zwei Gemeindearbeiter und einen dritten, der eine 25-Prozent-Stelle habe. In besonderen Fällen könne man sich immer noch aus der VG-Verwaltung Unterstützung holen."Es geht uns vor allem um eine ordnungsgemäße Einweisung", sagt FWG-Ratsmitglied Dieter Bernardy. Außerdem sei es wichtig, auch namentlich jemanden zu benennen, der als Ansprechpartner bekannt sei. Eines der Ziele sei, den Wert der Halle zu erhalten.Stein sieht dennoch keinen Bedarf, denn es gebe nur einen Mieter der Halle, mit dem man immer wieder Probleme habe. Die anderen, wie etwa der Oldtimerverein oder die Feuerwehr, verließen die Halle besenrein. "Da gibt es keine Probleme."Extra

Bei jeder Vermietung der Markthalle bekomme jeder Veranstalter ausführliche Informationen über die geltenden Regelungen, sagt Stadtbürgermeister Matthias Stein. Dazu zähle, wie viele Personen in die Halle gelassen werden dürfen und je nach Art der Veranstaltung ein verbindlicher Bestuhlungsplan. Maximal 2000 Besucher dürfen in die unbestuhlte Halle. Es sei klar, dass Notausgänge nicht zugestellt werden dürfen. Derzeit wird noch für rund 45 000 Euro die Sicherheitstechnik verbessert, unter anderem die Sicherheitsbeleuchtung sowie die Sprach-Alarmierungsanlage, so dass bald alle Vorgaben der Bauaufsicht erfüllt werden. ch