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Keine Freizeitfahrten mehr auf der Eifelquerbahn

Keine Freizeitfahrten mehr auf der Eifelquerbahn

Die Vulkaneifel-Betriebsgesellschaft (VEB), die seit zwölf Jahren an Wochenenden, Feiertagen und in Ferien Fahrten auf der Bahnstrecke zwischen Gerolstein und Kaisersesch (Teilstück der sogenannten Eifelquerbahn) veranstaltet, hat angekündigt, das Angebot für das kommende Jahr nicht mehr zu verlängern.

Nach Angaben der VEB sind jährlich durchschnittlich etwa 22.000 Fahrgäste befördert worden. Zur Begründung, die Fahrten nicht weiter zu veranstalten, wird angeführt, dass die vom Land in Aussicht gestellte Einrichtung eines regulären Schienenpersonennahverkehrs auf der gut 50 Kilometer langen Strecke immer noch nicht in Sicht sei.
Mit den Freizeitverkehren allein sei die Strecke auf Dauer nicht zu unterhalten.

Wie viel genau investiert werden müsste, damit ein normaler Schienenverkehr möglich wird, steht nicht fest. Je nach Gutachten beläuft sich die Summe auf 20 oder 40 Millionen Euro.

Das Thema Reaktivierung steht auch auf der Tagesordnung der Versammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Nord am Dienstag in Koblenz. Dort wird über die Empfehlung entschieden, dass die Reaktivierung der Strecke für einen regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr zum derzeitigen Zeitpunkt nicht mehr weiter verfolgt werden soll. Lediglich die vorhandenen Freizeitverkehre und die dafür erforderliche Infrastruktur sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben.