Keine Kandidatur: Rodenkirch winkt ab

Daun/Wittlich · Anfang kommender Woche will die CDU ihren Kandidaten für die Landratswahl im Vulkaneifelkreis vorstellen. Seit Wochen kursieren viele Namen. Unter anderem der des amtierenden Wittlicher Bürgermeisters. Der TV ist einigen der Spekulationen nachgegangen.

Daun/Wittlich Gordon Schnieder lässt sich in Sachen Landratswahl im Landkreis Vulkaneifel nicht in die Karten schauen. "Ich sage weder etwas zu der Zahl der Kandidaten noch zu Namen", stellt der CDU-Kreisvorsitzende im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund klar. Obwohl: Zumindest einen kleinen quantitativen Hinweis hat er doch schon gegeben. Es sei "keine Handvoll an Kandidaten mehr".
Laut Schnieder setzt die CDU nach wie vor auf einen Kandidaten von außen: "Wir brauchen jemanden, der außerhalb des hiesigen Spannungsfelds war, und somit integrieren kann. Und er soll über viel Erfahrung verfügen, schließlich geht es letztlich um die Zukunft des Kreises." Ein im Landkreis aktiver Christdemokrat soll es also nicht sein, der für die Partei ins Rennen um die Nachfolge des parteilosen Heinz Onnertz geht. Der hatte vor einigen Wochen überraschend seinen Rücktritt angekündigt.
Gesucht wird also ein Kandidat von außen. Aber, wer erfüllt die Kriterien und hat, was sicher nicht schädlich wäre, Wurzeln in der Vulkaneifel? Da kommen vor allem zwei kommunale Würdenträger in den Sinn: Mathilde Weinandy aus Prüm und Joachim Rodenkirch aus Wittlich. Beide stammen aus dem Kreis, kämen von außen und haben Erfahrung.
Kapitän bleibt an Bord


Joachim Rodenkirch stammt aus Strohn und ist seit gut drei Jahren hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Wittlich. Der ehemalige Stadtförster schaffte es, sich direkt im ersten Wahlgang gegen fünf Konkurrenten durchzusetzen. Der damals noch parteilose Rodenkirch war von der CDU unterstützt worden und ist inzwischen Mitglied der Partei.
Der 48-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er sich mit einer möglichen Kandidatur in seiner alten Heimat zumindest beschäftigt hat. Aber: "Emotional fühle ich mich zwar dem Kreis Vulkaneifel noch stark verbunden und habe mit dem Gedanken gespielt. Aber das Loyalitätsgefühl gegenüber der Stadt Wittlich ist doch so groß, dass ich nicht nach nur etwas mehr als drei Jahren im Amt als Kapitän das Schiff verlasse. Dazu gibt es noch zu viele wichtige Aufgaben, die ich zu erfüllen habe und erfüllen will."
Die aus Brück stammende Mathilde Weinandy war CDU-Landtagsabgeordnete und ist seit einigen Jahren ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Prüm. Zudem ist sie Hauptvorsitzende des Eifelvereins. Allerdings wird die Vermutung, sie könne als Landratskandidatin im Kreis Vulkaneifel antreten, schnell widerlegt. Der TV sei mit dieser Personalspekulation auf "einer falschen Spur. Mit mir hat keiner gesprochen, ich weiß auch nicht, wer meinen Namen genannt hat".
Dann doch vielleicht ein anderer Bürgermeister aus der Umgebung des Kreises? Alfred Steimers, Jurist, bis 2009 Sozialdezernent bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell und seitdem Bürgermeister der VG Ulmen? "Da ist überhaupt nichts dran", lautet die Antwort aus dem Ulmener Rathaus auf eine entsprechende Anfrage des TV.
Was bleibt, ist warten. Aber wohl nicht mehr allzu lang, hat Gordon Schnieder doch in Aussicht gestellt: "Anfang nächster Woche werden wir dann unseren Kandidaten oder unsere Kandidatin präsentieren."

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