Keine Kulturveranstaltungen mehr in der Mayener Lokhalle

Keine Kulturveranstaltungen mehr in der Mayener Lokhalle

Der Stadt Mayen geht mit der Lokhalle in der zweiten Jahreshälfte ein wichtiger Veranstaltungsort verloren. Wie das Gebäude künftig genutzt wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Mayen. Auf die Kulturfreunde in Mayen kommen schwere Zeiten zu. Von der zweiten Jahreshälfte an steht die Lokhalle als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung. Helmut Sareyko, Eigentümer der Halle, hat für das Objekt einen neuen Nutzer gefunden. Was genau mit der Halle passieren soll, möchte Sareyko nicht preisgeben. "Da stehe ich beim neuen Nutzer im Wort", sagte er. Sicher ist aber: Kulturveranstaltungen sind im Konzept des neuen Nutzers nicht vorgesehen.
Die Liste der Veranstaltungen, die in der Lokhalle ausgerichtet wurden, ist lang: Regelmäßig ist dort das Staatsorchester Rheinische Philharmonie zu Gast. Da rüber hinaus hat die Veranstaltergemeinschaft Mayen die Halle für Konzerte und Theaterveranstaltungen genutzt.
Eine andere Alternative für die Zukunft der Lokhalle hat der Stadtrat abgelehnt. Nachdem Sareyko im September mitgeteilt hatte, dass die Halle verkauft werden soll, nahm die Verwaltung Gespräche auf. Die Verhandlungen führten so weit, dass im Haushaltsentwurf für 2013 eine Investition von 1,95 Millionen Euro vorgesehen war, um den Lokhallenkomplex zu kaufen. Eine Berechnung der Folgekosten ging von einem jährlichen Defizit von 57 000 Euro aus. Das war dem Rat zu viel Geld. Einstimmig beschloss er, den Ankauf des Lokhallenkomplexes zu streichen. Noch könnte der neue Nutzer zurücktreten und von Sareyko mit einem anderen Objekt versorgt werden. "Aber die Zeit läuft", sagt Sareyko. Es werde bereits an den Plänen zur Nachnutzung der Lokhalle gearbeitet. red

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