1. Region
  2. Vulkaneifel

Kelberg Unternehmen BD Rowa

Kelberg : Zwei Projekte auf der Zielgeraden

Rühriges Kelberg: Das  Unternehmen BD Rowa erweitert seine Firmenzentrale, an mehreren Stellen entwickeln sich Neubaugebiete, eine Ortsdurchfahrt wird verkehrsberuhigt, die Waldruhestätte  steht kurz vor der Einweihung.

Was Matthias Kreling als Betriebsleiter und für den Neubau zuständiges Geschäftsführungsmitglied von BD Rowa (siehe Hintergrund) zum derzeitigen Stand des Neubaus sagt, wird den Wettergott und die beteiligten Firmen freuen. „Aufgrund der guten Wetterbedingungen und der hervorragenden Arbeit aller am Bau beteiligten Unternehmen sind wir optimistisch, dass wir den Zeitplan halten und im Sommer mit der Einrichtung der Büroarbeitsplätze beginnen können“, erklärt Kreling. Und er lobt die politisch vor Ort Verantwortlichen: „Besonders geschätzt haben wir die sehr gute Unterstützung durch die Gemeinde. Hier hatten immer alle ein sehr offenes Ohr für uns und haben bei jeder Herausforderung proaktiv mit uns an einer Lösung gearbeitet.“

  „Das beruht absolut auf Gegenseitigkeit“, meint dazu Ortsbürgermeister Willi Jonas. Und will Krelings Aussage auch auf Bürgermeister Johannes Saxler (Verbandsgemeinde Kelberg) und seine Mitarbeiter bezogen wissen. Man werde von BD Rowa über alle Schritte des Neubaus informiert, und bei allem, was gemeindeseitig zu tun sei, herrschten klare Absprachen und Kooperation, erklärt er mit Blick auf die rund 600 000 Euro teure Erschließung. Der Förderantrag beim Land sei gestellt – „mit der Hoffnung auf mindestens 60 Prozent Zuschuss“, sagt Jonas. Konkret ist ein etwa 450 Meter langes Straßenstück neu herzustellen; seit kurzem läuft der Bau des Kanals und der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom. „Die Ortsgemeinde wird diese ‚Hausaufgaben’ im Laufe des Sommers erledigt haben“, sagt der Ortsbürgermeister.

   Mit der Waldruhestätte auf dem Schwarzenberg ist ein weiteres Projekt auf der Zielgeraden. Dazu hatte die Ortsgemeinde zunächst der Katholischen Kirchengemeinde die 300 Jahre alte Kapelle, die 14 Kreuzwegstationen und das Waldareal abgekauft. Nun sollen die Einweihung und Eröffnung der Waldruhestätte noch in diesem Frühjahr stattfinden. Die für die Urnenbestattungen in Frage kommenden Bäume auf drei Ebenen seien markiert, die beiden Übersichtstafeln in der Fertigung, erklärt Willi Jonas.

   Im Ortsteil Hünerbach wird die Ortsdurchfahrt (B 410) durch großräumige Verschwenkungen an den beiden Ortseingängen sowie durch eine veränderte Anbindung an die Kreisstraße Richtung Reimerath/Welcherath verkehrsberuhigt. Der Bund trägt den Löwenanteil der Kosten; im Haushaltsplan der Gemeinde stehen 80 000 Euro für neue Gehwege und Beleuchtung. Außerdem 120 000 Euro für den behindertengerechten Umbau des Gemeindehauses sowie einen Anbau. „Wie schon beim Neubau in den 1980er Jahren bringen sich Dorfbewohner auch jetzt mit Eigenleistung ein“, betont Jonas. Was ihn daran erinnert, auf das Engagement der örtlichen Vereine hinzuweisen.  Im Ortsteil Zermüllen wird die beim Hochwasser im Juni 2016 zerstörte Fußgängerbrücke über den Trierbach ersetzt, nachdem sich Trittsteine als nicht praktikabel erwiesen hatten. In Planung sind in Rothenbach-Meisenthal neue Ortsstraßen, die Erschließung eines Neubaugebiets und der Um- und Anbau des Gemeindehauses wie in Hünerbach; die Realisierung soll im kommenden Jahr erfolgen.

  Kaum mehr freie Bauplätze gibt es im Zentralort Kelberg in den Neubaugebieten „Zilles II“ und „Josef-Ockenfels-Straße“. Daher befindet sich „Hinter dem Hermes“ ein weiteres Neubaugebiet in Vorbereitung. Und für den Schutz und die Sicherheit der Allgemeinheit wird auch etwas getan - mit dem Kauf und der Installation von vier Geschwindigkeitsmessanlagen zum Gesamtpreis von 6500 Euro. „Ein erprobtes und bewährtes Mittel, um das Tempo dauerhaft zu reduzieren“, sagt  Jonas.