Kelberger Windkraft-Widerstand weitet sich aus

Kelberger Windkraft-Widerstand weitet sich aus

370 Windkraftanlagen könnten auf dem Gebiet der VG Kelberg entstehen - davor warnen die Gegner der Anlagen. Die Verwaltung beteuert, dass die für die Windmühlen vorgesehenen Flächen noch stark reduziert werden.

Kelberg. Auch in der Verbandsgemeinde (VG) Kelberg regt sich Widerstand gegen die Windkraft-Planungen. Mitglieder der Initiative Gegenwind sowie Vertreter des Vereins Sturm im Wald haben im Kelberger Rathaus Stellungnahmen gegen die bisherige Planung der VG abgegeben.
Sie warnen, werde der Vorentwurf der Verwaltung voll umgesetzt, könnten bis zu 370 WKA auf dem Gebiet der VG Kelberg entstehen. Dort seien "immerhin statt der Flächenvorgabe des Landes von zwei Prozent 14 Prozent der VG-Fläche als Positivflächen ausgewiesen". Sie fordern von den Räten, die ausgewiesenen Positivflächen (Flächen, auf denen die Errichtung von Windrädern möglich wäre) zu reduzieren, aber auch die Abstandsflächen zu den Ortschaften von 900 Metern auf den Vorsorgewert der Weltgesundheitsorganisation von mindestens 1500 Metern zu erweitern. Sie fürchten, "dass die Gesundheit der Bürger sowie eine Vielzahl von streng geschützten Tierarten zu leiden haben werden".
"Übertrieben und unrealistisch"


Dem hält die VG-Verwaltung entgegen. Bürgermeister Karl Häfner (CDU): "Dass einige Windkraftgegner den Bürgern in der vorliegenden Art und Weise ein derartiges ,Windkraft-Szenario\' vorspielen, ist maßlos übertrieben." So sei die Aussage, dass bei Umsetzung der derzeit vorgesehenen Potenzialfläche 370 WKA in der VG möglich seien, "vollkommen unrealistisch" und entbehre jeder Grundlage. Mit der ermittelten maximalen Fläche zur Errichtung von WKA sei die Verwaltung ins Verfahren gegangen, "um die Planung nicht von vorne herein angreifbar zu machen". Es sei absehbar, dass sich die derzeit im Verfahren befindlichen Flächen noch reduzieren würden. Häfner: "Aufgrund der im derzeitigen Entwurf enthaltenen Potenzialflächen könnten aus technischen Gründen durch die erforderlichen Abstände zwischen den einzelnen Anlagen etwa 50 möglich sein." sts

Mehr von Volksfreund