Kinder sammeln für Bedürftige

Kinder sammeln für Bedürftige

Der heilige Martin half den Armen mit seinem Mantel, daran erinnern die aktuellen Martinszüge. Der Kinder- und Familiengottesdienstkreis (KiFamGo) Hilgerath hat sich des Themas "Teilen" angenommen. Die Kinder der Pfarrei sammelten in ihren Dörfern Lebensmittel- oder Geldspenden für die Dauner Tafel.

Beinhausen. Schon seit rund 15 Jahren gibt es den Kinder- und Familiengottesdienstkreis Hilgerath, der - bestehend aus einem kleinen Kreis von vier Erwachsenen und fünf Jugendlichen - Kinderbibeltage, das weihnachtliche Krippenspiel, Muttertag und Gottesdienste gestaltet.

Nun hatte das Dekanat zu Aktionen aufgerufen, um die Dauner Tafel mit Lebensmittel- und Geldspenden zu unterstützen. "Vor ein paar Wochen waren wir zu einem Besuch in der Dauner Tafel, wo man uns sagte, dass verschiedene Grundnahrungsmittel schon gekauft werden müssen, um die Versorgung der Menschen zu gewährleisten", erzählt Margit Wirtz vom KiFamGo. "Wenn jeder gibt, von dem, was er hat, werden alle satt" - unter diesem Motto stand die vom KiFamGo gestaltete Messe mit Texten und einem Spiel von St. Martin, und es sollte mit einer Lebensmittel- und Geldspendensammelaktion ein Zeichen der Nächstenliebe gesetzt werden.

Und der Erfolg dieser Aktion, an der 31 Kinder und Jugendliche in sechs Dörfern der Pfarrei in der vergangenen Woche teilnahmen, war überwältigend. "Die Kinder haben Lebensmittel im Wert von 430 Euro bekommen und 530 Euro an Geldspenden. Am Sonntag wurden nach der heiligen Messe noch einmal 240 Euro gespendet. So viel haben wir wirklich nicht erwartet. Wir wollten aber kein Geld geben, sondern nur Lebensmittel und haben von dem gesammelten Geld Grundnahrungsmittel", sagt Wirtz.

In der Pfarrei Hilgerath ist man übrigens bei der Aktion einen anderen Weg gegangen als anderswo. "In anderen Pfarreien hat man nur in der Kirche gesammelt, wir waren der Meinung, dass wir mehr zusammenbekommen, wenn wir in den Dörfern um Lebensmittel und Geldspenden bitten. Und für manchen ist es einfacher, eine Tüte Nudeln zu geben als zwei Euro", sagt Wirtz.

Mit dabei war auch die 15-jährige Hanna Loreth aus Nerdlen. "Ich dachte dabei an die armen Menschen, die nichts zu essen haben, und dass man ihnen so helfen kann, damit es ihnen wieder besser geht. Ich fand die Aktion sehr gut und würde es jederzeit wiedermachen", sagt sie. Es gab allerdings für die Kinder beim Sammeln auf die Frage nach einer Lebensmittel- oder Geldspende für die Dauner Tafel nicht nur positive Resonanz. "Manche haben gesagt, dass sie nichts für die Tafel spenden würden", weiß Birgit Prommenschenkel vom KiFamGO. Ob es noch einmal eine solche Aktion geben wird, kann auch Margit Wirtz noch nicht definitiv sagen. "Das war eine super Sache, und es wäre schade, wenn die nur einmalig wäre. Man könnte mal schauen, sie einmal im Jahr durchzuführen."