Kinder und Profis am Start beim zweiten Birresborner Bobby-Car-Rennen

Kinder und Profis am Start beim zweiten Birresborner Bobby-Car-Rennen

Das zweite Birresborner Bobby-Car-Rennen für Kinder, spontan entschlossene Wagehälse und Profis war auch in diesem Jahr ein großer Spaß für Fahrer und Zuschauer. Auch die Weltmeisterschaft ist in Birresborn entschieden worden.

Gorilla-Lady Gisela, das Maskottchen der Profi-Fahrer, sorgte dafür, dass es keine Unfälle gab. Foto: Vladi Nowakowski

"Wenn das ein Bobby-Car ist, dann ist mein Trecker ein Lamborghini", entfährt es einem älteren Herren, der mit seinen Enkeln am Rande der Piste den Trainingsdurchlauf der Profis beobachtet.

Tatsächlich hat das Gefährt, auf dem Uwe Schwarz, einer der Profis des Bobby-Car-Sport-Verbands die Strecke von den Eishöhlen hinab zur Grillhütte schießt, auf den ersten Blick mit dem immer noch sehr beliebten Kinderspielzeug wenig gemeinsam: Es hat einen breiten Sitz, ist "tiefergelegt", und ist mit richtigen Reifen, einem höher gestellten Lenkrad und sogar mit Bremsen ausgestattet.

"Das Besondere aber", sagt Schwarz, "ist das Gewicht. Die Profi-Cars wiegen genau 40 Kilogramm mehr als der handelsübliche Plastikbomber." Das sei bei geraden Strecken ein ziemlicher Vorteil, sagt Schwarz, der aus Heidelberg angereist ist. "Aber wenn du die Kurve in Birresborn kriegen willst, nützt dir das vorher aufgebaute Tempo rein gar nichts - da ist Geschick gefragt."

Insgesamt 90 Fahrer rasen am Samstag und Sonntag auf der rund 500 Meter langen Strecke ins Tal hinab - dabei sind auch 20 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die eine verkürzte Abfahrt absolvieren und vom Publikum lauthals angefeuert werden. "Das ist unser eigentliches Zielpublikum", sagt Pascal Arens von der Dorfgemeinschaft, die das Bobby-Car-Rennen organisiert. "Die haben richtig Spaß daran - und die Zuschauer auch." Insgesamt sind die Veranstalter zufrieden, auch wenn sie sich mehr Publikum gewünscht hätten. "Im vergangenen Jahr war das Rennen besser besucht, vielleicht sind zwei Tage einer zuviel", sagt Arens.

Dafür sei die Fahrerlagerparty mit DJ Cliff am Samstagabend ein großer Erfolg gewesen, und auch die Profi-Fahrer seien restlos begeistert von der Birresborner Strecke und drängten auf Wiederholung. "Ausgerechnet in unserem Dorf hat einer von ihnen die Weltmeisterschaft geholt", freut sich Pascal Arens. Da die Birresborner Abfahrt in diesem als einer von fünf offiziellen Weltmeisterschaftsläufen zählt, ist der Augsburger Pilot Dominik Rivola inzwischen uneinholbar auf dem ersten Platz gelandet.